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Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt

Eine Annäherung

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Edited By Armin Burkhardt, Jin Zhao and Jianhua Zhu

Der unaufhaltsame Prozess der Globalisierung ist für die ganze Welt nicht nur eine ökonomische und ökologische, sondern auch eine kulturelle Herausforderung. Über wirtschaftliche Zusammenarbeit, internationalen Handel, wissenschaftlichen Austausch, weltweiten Tourismus, Migration und mediale Kommunikationsverbindungen, die in fast jeden Winkel der Erde reichen, greift er inzwischen in das private und berufliche Leben fast aller Menschen ein. Dieser Band enthält den Großteil der Beiträge des von der Alexander von Humboldt-Stiftung geförderten Symposiums «Alltags- und Fachkommunikation in der globalisierten Welt» (Shanghai 2010).
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Armin Burkhardt: G8- und andere Gipfel. Zur Sprache und kommunikativen Funktion internationaler Resolutionen

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Armin Burkhardt (Magdeburg)

Abstract

Resolutionen sind appellative Meinungsbekundungen von Gruppen, durch die diese versuchen, zu ihren Gunsten auf Entscheidungsträger öffentlichen Druck auszuüben. Dadurch zeigen solche Texte jedoch zugleich die faktische Ohnmacht ihrer Adressanten hinsichtlich der von ihnen angestrebten Ziele an. Im vorliegenden Beitrag werden die typischen Sprachmerkmale der Resolution (v.a. Sprechakte, verba dicendi et sentiendi, Schlagwörter) zusammengestellt und an Hand von Analysen zu zwei Beispieltexten illustriert. Dabei zeigt sich u.A., dass Resolutionen keineswegs ausschließlich von Illokutionen des DIREKTIVEN Typs dominiert werden.

1. Einleitung

Von kleineren oder größeren Gruppen oder Institutionen, die ihre Interessen und Standpunkte artikulieren wollen, werden Resolutionen heute fast ständig verabschiedet, und wenn ihre Themen und die betreffenden Gruppen wichtig genug sind, wird im Allgemeinen in den Medien über sie berichtet. Die Abfassung, Verabschiedung und Bekanntmachung von Resolutionen wurde früher als ein nur gewichtigen Organen vorbehaltener feierlicher Akt betrachtet. Im nationalen Raum werden Resolutionstexte inzwischen, besonders seit den 1960er-Jahren, von Vereinen, Verbänden, Gesellschaften, Gewerkschaften, Institutionen, Konferenzen – wie etwa dem Germanistentag – und anderen Gruppen, die sich zur öffentlichen Meinungsbekundung befugt oder berufen fühlen, fast schon ritualhaft so zahlreich beschlossen, dass man bereits von inflationären Tendenzen sprechen kann, die eine nachlassende öffentlich-mediale Wahrnehmung zur Folge haben und insofern der angestrebten Wirkung der beschlossenen Texte schaden. Auch im internationalen Raum, etwa in der UN-Vollversammlung, dem UN-Sicherheitsrat sowie auf EUund anderen...

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