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Die schönen Insel-Bilderbücher

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Roland Stark

Dieses Buch fußt, abgesehen einmal von den langjährigen Arbeiten des Verfassers zur Geschichte des Kinderbuchs, auf der Auswertung des Siegfried Unseld-Archivs im Deutschen Literaturarchiv in Marbach. Geboten wird ein Überblick über die Entstehungsgeschichte, die Entwicklung, den Aufbau und die Inhalte und Themen dieses besonderen Kinderbuchprogramms im Insel Verlag. Herausgestellt werden die Künstler und Autoren dieses Programms, der Verleger Siegfried Unseld und vor allem die Leitfigur Elisabeth Borchers. Verwiesen wird darüber hinaus auf das Verlagssegment des Bilderbuchs, zu dem auch theoretische Überlegungen angestellt werden. Die Wiedergabe zahlreicher Stellungnahmen und Rezeptionsdokumente lässt die wechselvolle Geschichte des Bilderbuchs im Insel Verlag lebendig werden. So entsteht ein Szenario von Zuspruch und Anerkennung, die inhaltliche und künstlerische Qualität der Bilderbücher betreffend. Schließlich wird den Gründen für das Scheitern dieser großartigen Unternehmung nachgegangen. Die vorliegende Publikation fungiert auch als Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Bilderbuchmuseum Burg Wissem in Troisdorf.
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Die „alten“ Kinderbücher - Faksimiles

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Bereits vor dem Lektorat von Elisabeth Borchers hatte der Insel Verlag sich an ein Faksimile gewagt: 1970 erschien von dem Wiener Künstler Berthold Löffler Die sieben Zwerge Sneewittchens mit leichten Abänderungen zum Original aus dem Jahr 1912. Die Auflage von 4000 Exemplaren verkaufte sich sehr zögerlich - das Buch war kein Erfolg.

Ganz ähnlich erging es einige Jahre später dem Gertrud Caspari Titel Die Sommerreise - 10 Jahre nach ihrer Veröffentlichung notiert der Verlag im April 1985, dass die Restbestände zu 1.- abverkauft seien und die Rechte an die Erben der so erfolgreichen Jugendstilkünstlerin zurück fielen. (Notiz April 1985, Insel Archiv)

Die Erfolge der Edition Leipzig mit den Faksilimileausgaben alter Bilderbücher waren aber unübersehbar, und 1972 veröffentlichte man mit einem Nachwort von Friedrich C. Heller, der schon damals ein engagierter und kenntnisreicher Kinderbuchsammler war, einen Orbis Pictus aus dem Jahre 1838 - als Vorlage diente das bereits erwähnte Exemplar aus der Sammlung Walter Benjamin. „Die alphabetisch bedingte Willkür wird zum surreal raffinierten Rebus, die ungewöhnliche Zusammenstellung der Bildelemente schafft eine ganz eigentümlich märchenhafte Stimmung“, kündigte der Verlagstext den Rückgriff auf alte Zeiten an.

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