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Die schönen Insel-Bilderbücher

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Roland Stark

Dieses Buch fußt, abgesehen einmal von den langjährigen Arbeiten des Verfassers zur Geschichte des Kinderbuchs, auf der Auswertung des Siegfried Unseld-Archivs im Deutschen Literaturarchiv in Marbach. Geboten wird ein Überblick über die Entstehungsgeschichte, die Entwicklung, den Aufbau und die Inhalte und Themen dieses besonderen Kinderbuchprogramms im Insel Verlag. Herausgestellt werden die Künstler und Autoren dieses Programms, der Verleger Siegfried Unseld und vor allem die Leitfigur Elisabeth Borchers. Verwiesen wird darüber hinaus auf das Verlagssegment des Bilderbuchs, zu dem auch theoretische Überlegungen angestellt werden. Die Wiedergabe zahlreicher Stellungnahmen und Rezeptionsdokumente lässt die wechselvolle Geschichte des Bilderbuchs im Insel Verlag lebendig werden. So entsteht ein Szenario von Zuspruch und Anerkennung, die inhaltliche und künstlerische Qualität der Bilderbücher betreffend. Schließlich wird den Gründen für das Scheitern dieser großartigen Unternehmung nachgegangen. Die vorliegende Publikation fungiert auch als Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Bilderbuchmuseum Burg Wissem in Troisdorf.
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Einführung

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Der Rückblick auf eine Zeitspanne mit ihren Ergebnissen und Auswirkungen am Fallbeispiel birgt immer die Gefahr der Einseitigkeit und reduzierten Darstellung in sich. Zugleich wird aber der Fokus deutlich auf das Thema gerichtet und schärft den Blick für das Detail. So auch in diesem Buch, das allein den Insel-Bilderbüchern gewidmet ist und die anderen Bilderbuchverlage dieser Zeit mit ihren teilweise beachtlichen Publikationen nur am Rande erwähnen kann, um den Gang der Schilderung nicht ausufern zu lassen. So bleibt anderen Bearbeitern noch genügend Raum, um die Gesamtbetrachtung aufzubauen, wie es ja für die Zeit bis 1900 und für die Spanne der DDR durch die Aleki an der Universität Köln beziehungsweise Rüdiger Steinlein bereits geschehen ist. Für diese noch zu leistende Arbeit kann dieses Buch einen Beitrag darstellen.

Dabei geht die Untersuchung über eine Bestandsaufnahme hinaus - der Leser erlebt auch eine Zeitenwende im Bewusstsein der Gesellschaft. 1968, das Jahr der Unruhe und des Aufbruchs ist vorbei, seine Folgewirkungen sind auf allen Gebieten spürbar. Auch im Bilderbuch. Ach, Ernesto und Die Geranie auf der Fensterbank ist eben gestorben, aber Sie reden einfach weiter, Fräulein Schmitt sind eindrückliche Beispiele für das Aufmüpfige in diesen Publikationen, die eine Lektorin auswählte, deren eigene Bücher bereits Zeugnis von diesem Verhalten gegen den Strich gegeben hatten.

Die Insel Bilderbücher sind ein Gang in eine neue Dimension des Verstehens und Sehens -...

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