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«Æeneas i Carthago» von Joseph Martin Kraus

Oper als Spiegelbild der schwedischen Hofkultur

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Jens Dufner

Æneas i Carthago von Joseph Martin Kraus bildete das umfangreichste und langwierigste Opernprojekt am Hofe des schwedischen Königs Gustav III. Das Libretto verfaßte der Dichter Johan Henrik Kellgren nach einem Entwurf des Königs. Etwa ein Jahrzehnt, von 1781 bis 1792, wurde an dem opulenten Werk gearbeitet, ohne dass es zu einer Aufführung gekommen wäre. Das permanente Scheitern erweist sich freilich aus Sicht der heutigen Forschung als Glücksfall, da die reichhaltig überlieferten Quellen Entstehung und Entwicklung der Oper anschaulich dokumentieren. Jens Dufner untersucht die dramaturgische und musikalische Umsetzung des Aeneas-Stoffes am schwedischen Hof und analysiert anhand der Genese von Libretto und Musik die komplexen Rahmenbedingungen der «gustavianischen Oper».
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Vorwort

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Die vorliegende Studie wurde im Jahr 2012 von der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln als Dissertation angenommen. Für die Drucklegung wurde sie geringfügig überarbeitet und aktualisiert sowie mit einem Personenregister versehen.

Die Idee zu der Dissertation entstand im Rahmen eines mehrmonatigen Forschungsaufenthaltes in Stockholm und Uppsala, bei dem ich für die Internationale Joseph-Martin-Kraus-Gesellschaft sämtliche Autographe und zeitgenössischen Abschriften von Kraus untersucht habe. In der Folgezeit konzentrierte sich mein Interesse auf die Oper Æneas i Carthago. Mir wurde schnell bewußt, wie zentral dieses Werk für das Verständnis des Kulturlebens um Gustav III. ist und daß hier noch Forschungsbedarf bestand.

Verschiedene Archive und Bibliotheken haben mich freundlich aufgenommen und mir Recherchen ermöglicht: Musik- och teaterbiblioteket (bis 2010: Statens musikbibliotek), Kungliga biblioteket, Kungliga Operan, Riksarkivet (Marieberg, Arninge und Slottsarkivet), Sveriges Teatermuseum (mittlerweile aufgegangen in Musik- och teaterbiblioteket) in Stockholm sowie Universitetsbiblioteket in Uppsala. Die Mitarbeiter dieser Institutionen haben mir einen sehr unkomplizierten Zugang zu den Archivalien ermöglicht und standen bei gezielten Fragen und Recherchewünschen hilfsbereit zur Seite. Stellvertretend möchte ich Anna Lena Holm † (damals Statens musikbibliotek) nennen, mit der ich viele fachliche Diskussionen führen durfte und die meine Forschungen mit großer Hilfsbereitschaft unterstützte. Aber auch vielen anderen, nicht im einzelnen namentlich genannten Mitarbeitern der von mir besuchten Archive sei an dieser Stelle ausdrücklich gedankt.

Verschiedene weitere Personen haben Anteil an der vorliegenden Studie. Einige Fachkollegen...

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