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Rollenspiele

Musikpädagogik zwischen Bühne, Popkultur und Wissenschaft- Festschrift für Mechthild von Schoenebeck zum 65. Geburtstag

Edited By Thomas Erlach and Burkhard Sauerwald

Die wissenschaftliche Musikpädagogik ist auf vielfältige Weise mit benachbarten Disziplinen vernetzt. Hinter dem Titel Rollenspiele verbergen sich 28 Grenzgänge in den Bereichen Musik und Bühne, Musikpädagogik als Wissenschaft sowie Musik und Popularität. Die wissenschaftlichen Beiträge dieses Bandes stammen sowohl von Autorinnen und Autoren des Instituts für Musik und Musikwissenschaft der TU Dortmund als auch von namhaften auswärtigen Verfasserinnen und Verfassern. Sie alle bedanken sich damit bei Mechthild von Schoenebeck für ihr jahrelanges Wirken als Professorin am größten Schulmusik-Institut des Landes.
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Freunde bis ans Ende der Zeit. Schlagertümlichkeit reloaded: Thomas Phleps

Quellen

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Freunde bis ans Ende der Zeit.

Schlagertümlichkeit reloaded

Thomas Phleps

Das zweite Mal aufmerksam auf die beiden wurde ich, als ihr Konzert in der nahegelegenen Stadthalle für Sonntag, 16 Uhr, angekündigt wurde. Das ist schon ein ungewöhnlicher Konzertbeginn und ereignete sich vor kurzem erst – ein Jahr später – erneut. Einige Zeit zuvor schon hatte ich ein Interview mit einem der beiden gelesen, das – unter dem Titel „Eine Sauerei, unsere Musik niederzumachen“1 – den seltenen Fall eines durchgängig nicht aufgelösten Dissens zwischen Interviewtem und Interviewer in Form des Aufeinanderprallens von so genannter Hoch- und so genannter Populärkultur präsentierte. In die Musik dieser beiden gleichen Brüder, die sich in wundersamer Mehrsprachigkeit „Die Amigos“ nennen2 und seit einiger Zeit überaus erfolgreich sind, habe ich nur kurz – wie man so sagt: reingehört. Die unter dem Siegel ‚Deutscher Schlager‘ dargebotene Produktpalette hat mich schnell verschreckt und ich frage mich ernsthaft, wer sich einem solchem Potpourri auf mehreren Schichten verankerter Grausamkeiten freiwillig aussetzt – was natürlich falsch herum formuliert ist. Anders und richtigerweise müsste die Frage lauten: Warum kann ich mit dem, was so vielen Hörern resp. Zuschauern an dieser Musik und ihren beiden Mediatoren gefällt, nichts, aber auch gar nichts anfangen? – Und noch treffender und kürzer: Warum graust es mir vor diesem äußerst beliebten Medienpaket?

Selbstverständlich und geschenkt: Jede/r hat einen anderen Geschmack (jedenfalls meint das jede/r) und darüber l...

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