Show Less
Restricted access

Zugänge zum Text

Series:

Edited By Péter Bassola, Ewa Drewnowska-Vargáné, Tamás Kispál and János Németh

Textbezogene Forschungsfragen werden im Spannungsfeld von unterschiedlichen sprachwissenschaftlichen Teildisziplinen, wie z. B. Grammatik, Pragmalinguistik, kognitive Linguistik, Lexikologie, Sprachgeschichte, Kontrastive Linguistik, Kontrastive Textologie, Text- und Diskurslinguistik, Textdidaktik, Bildlinguistik und Übersetzungstheorien in den einzelnen Beiträgen dieses Bandes behandelt und diskutiert. Eine solche Ausrichtung bedeutet bereits innerhalb der Sprachwissenschaft eine gegenseitige interdisziplinäre Bereicherung, welche durch das Heranziehen der germanistischen Literaturwissenschaft und der Rechtswissenschaft an die Diskussion um diverse Text-Fragen für die moderne Textforschung nur von Gewinn sein kann. Demzufolge sind hier über das engere sprachwissenschaftliche Fachgebiet hinaus literatur- und rechtswissenschaftliche Beiträge ebenfalls vertreten.
Show Summary Details
Restricted access

Kaffee oder Tee? Textkorpusbasierte Kollokationsforschung und ihre Realisierung in der Lernerlexikographie

Extract



Abstract

In den deutschsprachigen Lernerwörterbüchern werden Kollokationen kodifiziert, gelegentlich auch noch in einer markierten Wörterbuchartikelposition. Das weist auf ihre Relevanz für die Benutzer, d.h. die Lerner des Deutschen als Fremdsprache hin. Die Kriterien der Definition der Kollokationen als sprachlicher Einheiten sind jedoch in den Lernerwörterbüchern linguistisch nicht hinreichend. Auch ihre lexikographische Auswahl, die in letzter Zeit zwar korpusbasiert begründet ist, ist nicht immer nachvollziehbar. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse einer Untersuchung präsentiert, in der einige ausgewählte Kollokationen in deutschen Lernerwörterbüchern auf der Grundlage des Deutschen Referenzkorpus mit Hilfe textkorpusbasierter Methoden überprüft werden.

1 Kollokationen

Kollokationen können unterschiedlich definiert werden. In der vorliegenden Arbeit wird eine Definition zugrunde gelegt, die Kollokationen als nichtidiomatische oder schwachidiomatische feste Wortverbindungen aus mindestens zwei getrennt geschriebenen Komponenten betrachtet. Das in der deutschsprachigen Kollokationsforschung lange geltende, von Hausmann geprägte ausschließliche Definitionskriterium der Zweierverbindung aus Basis und Kollokator wird im Folgenden nicht übernommen. Gegen die Zweierverbindung plädieren z.B. Bergenholtz / Tarp (1994: 407) und Feilke (1996: 116). Selbst Hausmann (2004) gibt zu, dass Kollokationen auch eine Dreierstruktur haben und teilidiomatisch sein können. In diesem Sinne werden im Folgenden sowohl Wortverbindungen wie starker Kaffee als auch Strukturen wie Zucker zum Tee nehmen als Kollokationen betrachtet und untersucht. ← 217 | 218 →

2 Korpusbasierte Kollokationsforschung in der Lexikographie

Die korpusbasierte Kollokationsforschung und auch die Kollokationsdidaktik wurden in der deutschsprachigen Lexikographie erst...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.