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SEHEN – Mehr als eine Selbstverständlichkeit?

Chancen und Grenzen durch den Einsatz neuer Medien in Studium, Lehre und Forschung

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Helen Zimmermann

Studieren, Lehren und Forschen basieren heute weitgehend auf dem Einsatz neuer Medien. Dabei werden das Sehen und das Klicken mit der Maus als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Man nimmt an, dass alle in normaler Schrift Dokumente lesen können. Wie können aber Menschen mit visueller Beeinträchtigung bei den stark auf Visualisierung ausgerichteten Lernprozessen wirklich partizipieren? Das Ziel der Arbeit ist es, Einblicke in komplexe Barrieren in der visuellen Bildungslandschaft zu geben. Der Fokus liegt auf Interaktionsprozessen zwischen sehenden und nicht (gut) sehenden Lernenden. Wichtige Sachaspekte werden vermittelt und didaktische Elemente reflektiert. Im Rahmen einer Aktionsforschung werden am Beispiel der Universität Zürich mögliche Lösungswege aufgezeigt.
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6. Vision einer akzessiblen UZH

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6.1 Beratungsstelle Studium und Behinderung

Bereits 1976 gründete Professor HEESE an der Universität Zürich den im deutschen Sprachraum ersten Beratungsdienst für Studierende mit Behinderung. (Meier-Popa 2012, S.70 ff.) Professor HEESE war der Überzeugung, dass Studierende, die den Weg zur Universität trotz allen Erschwernissen fanden, in ihren besonderen Bedürfnissen unterstützt werden sollten. (vgl. Hollenweger und Bättig 1997)

Beim Aufbau des Beratungsdienstes für Studierende mit Behinderung ging es vor allem um studienvorbereitende und studienbegleitende Beratungen. Eingeführt wurden regelmässige Treffen der Betroffenen, um sich über die Probleme im Zusammenhang von Studium und Behinderung austauschen zu können. Seit der Gründung des Beratungsdienstes engagieren sich immer wieder neu Angehörige der UZH für eine Verbesserung der Studiensituation von Menschen mit Behinderung. (vgl. Meier-Popa 2012, Hollenweger et al. 2005, Hollenweger und Bättig 1997)

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