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Von Memel bis Allenstein

Die heutigen Bewohner des ehemaligen Ostpreußens: Memelland, Kaliningrader Gebiet, Ermland und Masuren

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Andrzej Sakson

Der Autor zeigt den Verlauf der sozialen, politischen und wirtschaftlichen Prozesse in den Regionen Memelland, Kaliningrader Gebiet, Ermland und Masuren nach 1945 auf. Er vergleicht ihre jeweiligen Entwicklungen kritisch miteinander und rekurriert dabei auf die Nationalbildungsprozesse im späten 19. Jahrhundert sowie die Ereignisse am Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Analysen stützen sich auf eigene soziologische Feldforschung. Zahlreiche Interviews, direkte und indirekte Beobachtungen sowie quantitative Untersuchungen wurden durch Archivstudien und durch die Auswertung von amtlichen Dokumenten, Memoiren, Fachliteratur sowie Presseezeugnissen ergänzt.
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Kapitel VII: Neue Identitäten im Lichte eigener Forschung

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Kapitel VII

Neue Identitäten im Lichte eigener Forschung

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Bei der Erforschung der lokalen und regionalen Identität der heutigen Bewohner des ehemaligen Ostpreußens, die in drei Ländern – Litauen (Memelland), Russland (Kaliningrader Gebiet) und Polen (Ermland und Masuren) – leben, kamen verschiedene soziologische Untersuchungsmethoden zur Anwendung.

Die qualitativen Studien basieren vor allem auf gelenkten Interviews sowie Beobachtungen. Interviewt wurden zum einen Experten, wie politische und gesellschaftliche Aktivisten, Wissenschaftler, Geistliche, Vertreter der Behörden sowie der lokalen und regionalen Eliten im weiteren Sinne, zum anderen sog. „einfache“ Einwohner von Dörfern, kleinen und großen Städten. Insgesamt wurden etwa 60 gelenkte Interviews geführt. Angewandt wurde auch die nichtteilnehmende und die teilnehmende Beobachtung, unter anderem bei Sitzungen verschiedener gesellschaftlicher Organisationen (z. B. Verein „Kleinlitauen“ in Klaipėda, Organisationen der deutschen Minderheit in Klaipėda und Olsztyn, Masurische Gesellschaft in Krutynia). Die Feldforschung fand zwischen August 2005 und Juni 2006 statt. In Ergänzung der qualitativen Untersuchungen wurden gesammelte Pressebeiträge sowie amtliche Dokumente ausgwertet und eine Dokumentation mit rund 250 Fotografien erstellt.

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