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Grundlagen der Textsortenlinguistik

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Bozena Witosz

Die Monografie umreißt die polonistische Textsortenforschung in ihren wichtigsten Strömungen und Entwicklungslinien. Teil I führt in den theoretischen Kontext ein und stellt das Begriffsinstrumentarium der Forschungsdisziplin vor. Es wird dabei eine integrative Herangehensweise an literarische und Gebrauchstexte gewählt. Teil II schlägt eine einheitliche methodologische Herangehensweise an Textsorten vor, die ihre Typologie (Netzmodell), Mehrebenenstruktur, Determinanten und Wechselbeziehungen, ihre Kulturbedingtheit sowie die gegenwärtige Tendenz zur Transgression und Hybridisierung umfasst. Abschließend wird beispielhaft die Textsortencharakteristik des literarischen Textes Jadąc do Babadag von A. Stasiuk herausgearbeitet, der Textsorteninterferenzen innerhalb einzelner Äußerungen aufweist.
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Grundbestimmungen der Gattungsforschung und ihre Stellung in der Textsorten- und Gattungstheorie

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Überlegungen zur Textsorten- und Textgattungsforschung sind bereits in der Antike verwurzelt – nach ihren Grundlagen sollte man in der Poetik von Aristoteles (vgl. Aristoteles 1988) suchen. An dieser Stelle sind jedoch nicht die Grundlagen der antiken Poetik und Rhetorik zu referieren, sondern der Blick soll sich auf die jüngste Tradition der Literaturtheorie richten, um zu ermitteln, von welchen ihrer Tendenzen sich die Textsortenlinguistik besonders inspirieren ließ.

In sprachwissenschaftlichen Arbeiten wird zumeist auf die in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts von Skwarczyńska entwickelte Gattungstheorie zurückgegriffen, wobei auch gleich darauf hingewiesen werden soll, dass es sich dabei um Beiträge handelt, die auf gewisse Parallelen zwischen den heutigen Theorien und dem Konzept der Wissenschaftlerin hinweisen – einem Konzept also, das breit gefasst ist, viele Faktoren berücksichtigt, an dem lange gearbeitet wurde und das auch in die Zeit [der 30er Jahre] involviert war.

Die Theorie von Skwarczyńska wurde mehrmals aufgegriffen und eingehend besprochen (vgl. Dąbrowska 1974), hat viele Forscher zu Diskussionen, Auseinandersetzungen und erneuten Überlegungen angeregt sowie kritische Urteile hervorgerufen (vgl. z. B.: Markiewicz 1976; Dąbrowski 1974; Bartoszyński 2000). Deswegen halte ich es auch nicht für notwendig, im Einzelnen darauf einzugehen, was Skwarczyńska für die Textsorten- und Gattungsforschung geleistet hat. Für überflüssig halte ich es auch, über die Gesamtleistung von Skwarczyńska zu referieren sowie über deren Rezeptionskontext. Hingewiesen wird lediglich auf die Spuren ihrer Ausführungen, insbesondere bezüglich des Gegenstands der Textsortentheorie und...

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