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Von der freien zur integrierten Erwachsenenbildung

Zugänge zur Geschichte der Erwachsenenbildung in Österreich- Ein Studienbuch

Wilhelm Filla

Dieses Werk wurde mit den Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2015 ausgezeichnet.

Dieses Studienbuch zur Geschichte der Erwachsenenbildung in Österreich ist das erste seiner Art. Es eröffnet Zugänge zu den Anfängen und zur Entwicklung dauerhaft institutionalisierter Erwachsenenbildung bis in die unmittelbare Gegenwart, unter Bezugnahme auf internationale Entwicklungen. Unter dem Titel Von der freien zur integrierten Erwachsenenbildung wird die komplexe Entwicklungsgeschichte, chronologisch-periodisch strukturiert, zusammengefasst, reflektiert und zur Diskussion gestellt. Offene Fragen und weiße Flecken in der Erwachsenenbildungsgeschichte werden angesprochen und zahlreiche forschungsmethodische Hinweise gegeben. Bild- und Dokumentenmaterial dient der Veranschaulichung.
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Die „Geschichte der Erwachsenenbildung“ hat sich in den letzten drei Jahrzehnten zu einer Subdisziplin der Weiterbildungswissenschaft entwickelt. Damit hat sie, aus der Praxis kommend, Universitäten erreicht. In der Erwachsenenbildung selbst ist sie mit Schwerpunkt auf Volkshochschulen seit langem verankert, wenngleich sie nicht immer wissenschaftlich betrieben wird. Überhaupt nicht präsent ist die Geschichte der Erwachsenenbildung außerhalb der Weiterbildungswissenschaft in anderen Sektoren des Bildungssystems und in der Geschichtswissenschaft. In der Öffentlichkeit ist sie weitgehend unbekannt. Der Kreis der Spezialisten und Spezialistinnen, die sich mit ihr intensiv beschäftigen, ist klein, und das nicht nur in Österreich. Dabei handelt es sich bei der Erwachsenenbildung um den seit langem von der Zahl der Teilnahmen her größten Bildungssektor.

Generell lässt sich feststellen, dass sich die „Geschichte der Erwachsenenbildung“ aktuell in einem Spannungsfeld von objektiver Bedeutung und grassierender Unkenntnis beziehungsweise weitgehender Negierung ihrer Forschungsergebnisse befindet – ein Spannungsfeld von wachsendem Interesse bei gleichzeitig anhaltendem Desinteresse seitens der Wissenschaft und der Praxis.

Das hat verschiedene Ursachen. Eine Ursache liegt zweifelsohne bei der Geschichte der Erwachsenenbildung und ihrer bisherigen Darstellung selbst. Es fehlen „Hilfen“ für den Zugang zu ihr. Diese sind umso erforderlicher, als die Erwachsenenbildung ob ihrer Vielfalt und Heterogenität der bei weitem am schwersten übersehbare Bildungssektor ist. Selbst Spezialisten und Spezialistinnen tun sich hier schwer. Das gilt in gleicher Weise für ihre Geschichte.

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