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Jonas Ludwig von Heß (1756–1823) et Hambourg

Un engagement politique des Lumières tardives à l’occupation napoléonienne

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David Weber

Journaliste, topographe, auteur d’un récit de voyage, médecin des pauvres puis commandant de la Garde civique hambourgeoise, Jonas Ludwig von Heß est un penseur, mais aussi un acteur socio-culturel. Son parcours éclectique illustre le renouvellement du processus de politisation des Lumières allemandes de 1770 à 1815. Il vise en premier lieu la préservation du patrimoine hambourgeois, puis celle du Saint-Empire dans sa globalité. L’effondrement de ce dernier en 1806 le conduit enfin à adapter son mode de pensée et ses moyens d’action en période d’occupation. Cette étude dévoile au lecteur une stratégie individuelle, résultat de la tension s’opérant entre la réalité et la perception que l’auteur en a. Quelles évolutions identitaires, transferts, interférences et résistances seront alors à l’œuvre ? Replacée dans le contexte hambourgeois et allemand, cette entreprise permet de mieux comprendre la collectivité et la difficulté qu’il y avait alors à penser la paix.

Mit einer ausführlichen Einleitung und einem Resümee in deutscher Sprache.
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Einleitung

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Die vorliegende, Jonas Ludwig von Heß1 (1756-1823) gewidmete Studie analysiert Neuerungen des Diskurses und der Verfahren, die im Politisierungsprozess in Deutschland während der Epoche zwischen den 1780er Jahren und dem Wiener Kongress eingesetzt werden.

Zahlreiche Studien haben die Entstehung einer aufgeklärten Gesellschaft im Deutschland des letzten Drittels des 18. Jahrhunderts erschlossen. Diese öffentliche Meinung machte die Ausbildung einer kulturellen Identität und die Verbreitung der aufklärerischen Ideen durch neue Kommunikationsformen wie Buch und Presse innerhalb von Lese-, Geheim- oder auch vaterländischen Gesellschaften erst möglich. Der Beitrag dieser Bewegung zur Bildung einer bürgerlichen Gesellschaft ist von Soziologen, insbesondere von Jürgen Habermas2, unterstrichen worden, worauf dann die Historiker Ulrich Im Hof3 und Otto Dann4 diesen Ansatz in einer historischen Perspektive fortgesetzt haben. Sie haben gezeigt, wie die Entwicklung der Medien und von neuen Formen von Gesellschaftlichkeit die kulturelle Emanzipation des Bürgertums und genauer des Bildungsbürgertums befördert haben. Hans-Ulrich Wehler hat eine Differenzierung vorgeschlagen, die der Notwendigkeit Rechnung trägt, das zu vage Konzept des Bürgertums zu verfeinern. Danach sei in den Städten die Aufklärung von neuen Bürgerlichen getragen worden, die sich neben dem Stadtbürgertum, den Honoratioren, gebildet und direkt an der Macht teilgehabt hätten. Gegenüber den vergangenheitsorientierten Vertretern des Bürgertums, die die Tradition verkörpern und für die Modernisierung der Wirtschaft wenig offen sind, repräsentiert diese neue ← 13 | 14 → Gruppe die Kräfte der Veränderung und...

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