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Repräsentationen des Ethischen

Festschrift für Joanna Jabłkowska- Herausgegeben von Kalina Kupczyńska und Artur Pełka

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Kalina Kupczynska and Artur Pelka

Im Mittelpunkt dieser Festschrift für Professorin Joanna Jabłkowska stehen Fragen, die im Zusammenhang mit dem kulturwissenschaftlichen ethical turn in der rezenten literaturwissenschaftlichen Forschung diskutiert werden. Der Zusammenhang zwischen Ethik und Literatur wird sowohl theoretisch erfasst als auch in zahlreichen Einzelanalysen literarischer Werke diskutiert. Die literaturwissenschaftliche Perspektive wird ergänzt durch philosophische und politische Betrachtungsweisen.
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Zum Stand des Hermeneutik-Diskurses heute

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Erwin Leibfried

Die Hermeneutik hat in den letzten 50 Jahren – seit Gadamers Wahrheit und Methode, 1960, – evolutionstheoretisch gesehen einen Schub an Mutationen erfahren, deren Evaluation wirkungsgeschichtlich soeben vollzogen wird. Die Spreu trennt sich vom Weizen. Viele ihrerzeit Furore machende Theoretiker (Lacan, Foucault, Derrida) sind zwischenzeitlich verstorben; an ihnen zeigt sich, was Thomas Kuhn in The Structure of Scientific Revolutions, deutsch 1969, entfaltet hatte: dass mit dem Weggang der Theoretiker auch ihre Theorien, wenn nicht verschwinden, so doch stark verändert, modifiziert werden. In der Hermeneutik-Debatte war die ethische Dimension immer zumindest latent vorhanden; z.B. in der Debatte um die Rolle der Vorurteile oder die Bedeutung des Einverständnisses.

Es geht in diesem Beitrag um eine Re-Vision, darum, zu fragen, was die Erträge der hermeneutischen Reflexion uns heute noch bedeuten können.

1. Hermeneutische Debatten

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