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Repräsentationen des Ethischen

Festschrift für Joanna Jabłkowska- Herausgegeben von Kalina Kupczyńska und Artur Pełka

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Kalina Kupczynska and Artur Pelka

Im Mittelpunkt dieser Festschrift für Professorin Joanna Jabłkowska stehen Fragen, die im Zusammenhang mit dem kulturwissenschaftlichen ethical turn in der rezenten literaturwissenschaftlichen Forschung diskutiert werden. Der Zusammenhang zwischen Ethik und Literatur wird sowohl theoretisch erfasst als auch in zahlreichen Einzelanalysen literarischer Werke diskutiert. Die literaturwissenschaftliche Perspektive wird ergänzt durch philosophische und politische Betrachtungsweisen.
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Ethisches Selbstverständnis des Autors

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← 139 | 140 → Unzeitgemäß: Emma Kanns Autobiographisches Mosaik

Carola Hilmes

Die Stationen ihres Lebens benennt Emma Kann in einem Interview: „Ich bin 1933 von Deutschland ausgewandert nach England. Ende 1935 bin ich kurz nach Holland zu meiner Schwester, 1936 im Frühjahr nach Belgien. Im Mai 1940, als die Deutschen in Belgien einmarschierten, bin ich nach Frankreich geflohen, war in der freien Zone bis 1942, auch interniert in Gurs, aber nur einen Monat. Nicht etwa, weil ich jüdisch, sondern weil ich deutsch war; man vergisst immer, daß wir ja alle in dieser Zeit interniert wurden, weil wir Deutsche waren. 1942 ging ich dann nach Kuba, 1945 in die Vereinigten Staaten, und 1981 kehrte ich zurück nach Deutschland.“1 Emma Kann, die 1969 ganz erblindete, schrieb Gedichte und autobiographische Prosatexte auf Deutsch und auf Englisch. Über ihre bürgerliche Existenz ist wenig bekannt; ab 1951 arbeitete sie in New York für die Organisation „Friendship Among Children and Youth“.

Die Lyrikerin Emma Kann (1914-2009) ist weitgehend unbekannt. Ihr Autobiographisches Mosaik aus den 1990er Jahren liegt unpubliziert im Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main.2 Veröffentlicht hat sie nur wenig;3 die vier Gedichtbände im Hartung-Gorre Verlag in Konstanz hat sie selbst finanziert.4 Ich wurde auf Emma Kann aufmerksam durch einen Vortrag des Romanisten Ottmar Ette, der auf der Tagung „Literatur und Exil“ im Oktober 2011 an der Goethe-Universität Frankfurt unter dem Titel „Migration und Konvivenz“ u.a. auch über Emmeles Garten...

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