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Die Investmentaktiengesellschaft mit veränderlichem Kapital

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Henny Müchler

Die Geschichte der Investmentaktiengesellschaft mit veränderlichem Kapital ist im deutschen Recht noch jung. Gesellschaften dieses besonderen Typs der Aktiengesellschaft können erst seit 2004 gegründet werden. Der Gesetzgeber stand dieser Rechtsform lange Zeit ablehnend gegenüber, da ihre Einführung eine Abkehr von der strengen, auf dem System des festen Grundkapitals beruhenden Dogmatik des Aktienrechts erfordert. Diese Arbeit soll einen Beitrag zur Schärfung der Konturen der Investmentaktiengesellschaft mit veränderlichem Kapital leisten. Untersucht werden neben den aktienrechtlichen Besonderheiten der Investmentaktiengesellschaft auch die investmentrechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten. Der Arbeit liegt das Investmentgesetz in der Fassung des OGAW-IV-Umsetzungsgesetzes zugrunde. Auf die Neuerungen des Diskussionsentwurfs des AIFM-Umsetzungsgesetzes wird im Rahmen eines Ausblicks eingegangen.
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4. Abschnitt: Der Insolvenzschutz der Aktionäre

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§ 11 Der Schutz der Aktionäre vor der Insolvenz der InvAG

A. Einleitung

Die Anleger treffen ihre Anlageentscheidung auch im Hinblick darauf, ob ihre Interessen in der Insolvenz der als Fondsvehikel dienenden Gesellschaft ausreichend geschützt sind. So wird als besonderer Vorzug der Vertragsform gerühmt, dass das Sondervermögen in der Insolvenz der KAG nicht Bestandteil der Insolvenzmasse ist, sondern vollständig zugunsten der Anteilinhaber erhalten bleibt (B.)1264. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob in der Insolvenz der InvAG ein gleichwertiger Anlegerschutz besteht. Der Gesetzgeber hat in der Regierungsbegründung zum Mitarbeiterbeteiligungsgesetz1265 angedeutet, dass es sich bei der InvAG um kein insolvenzfestes Anlagevehikel handelt1266. Sofern diese Annahme zutrifft (C.), stellt sich die Frage, ob Mechanismen bestehen, die die Aktionäre im Vorfeld der Insolvenz der InvAG schützen (D.).

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