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Die Schultenhöfe Steinhorst und Aldrup im Fürstbistum Münster in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts

Möglichkeiten und Probleme der unterrichtlichen Erarbeitung familien- und regionalhistorischer Überlieferung

Bernhard Schulze Pellengahr

Noch vor 200 Jahren lebte der weitaus überwiegende Teil der Bevölkerung in und von der Landwirtschaft. Heute ist dies nur wenigen noch bewusst. Für das Verständnis vieler Sachverhalte gehört es daher zur Aufgabe eines zeitgemäßen Geschichtsunterrichts, den Schülerinnen und Schülern auch Antworten auf die nachfolgenden Fragen zu geben: Wie war die Landbevölkerung vor 200 Jahren organisiert, welche Rolle hatte die Grundherrschaft? Welche Stellung und welche Funktion hatte der Inhaber eines Schultenhofes? War sie so bedeutend, dass sie – ähnlich wie beim Inhaber eines Drostenamtes – vielfach zum Namensbestandteil wurde? Der Verfasser gibt Antworten auf diese und weitere Fragen und erläutert sie exemplarisch an der Stellung und Bedeutung von zwei Schultenhöfen im Münsterland. Er zeigt Möglichkeiten und Wege auf, wie ein solches regionalhistorisches Thema im Geschichtsunterricht der Sekundarstufe II behandelt werden kann.
Inhalt: Das Fürstbistum Münster im 18. Jahrhundert und seine Verfassung – Grundherrschaft und Leibeigenschaft im Hochstift Münster – Die Stellung und Funktion der Schultenhöfe am Beispiel der Schultenhöfe Aldrup und Steinhorst – Unterrichtliche Erarbeitung des historischen Untersuchungsgegenstandes – Vorschläge für die Behandlung der Thematik im Unterricht.