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Lebendige Gärten

Urbane Landwirtschaft in Kuba zwischen Eigenmacht und angeleiteter Selbstversorgung

Daniela Kälber

Mangels ausreichender Versorgung bauen heute immer mehr Menschen besonders in den Ländern des globalen Südens Obst und Gemüse an, um etwas besser zu leben. In Kuba zwang die Versorgungskrise der 90er Jahre zur Umorientierung auf kleinparzellige städtische Landwirtschaft. In dieser Studie werden Entstehungsbedingungen und Besonderheiten der Gärten in Havanna analysiert. Der kubanische Sonderweg bietet hinsichtlich Ressourcennutzung, Umweltschutz und Produktivität Anknüpfungspunkte für andere Regionen. In der Gesellschaft selbst herrscht jedoch kaum ein Bewusstsein für die ökonomischen und sozialen Bedeutungen der urbanen Landwirtschaft. Um nachhaltige Wirkungen zu erzielen ist es notwendig, Produktionsbedingungen zu verbessern und den Gärtnern Raum für eigenmächtige Strategien zu geben.
Inhalt: Urbane Landwirtschaft aus Nah- und Fernperspektive – Karibische Stadtgärten – Das Versorgungsprinzip des kubanischen Staates – Alchemie des Alltags – Die politische Urbarmachung der Gärten – Bedeutung der Hausgärten – Eine Verbindung für die Zukunft: Die neue Wertschätzung des ruralen Wissens – Saatgutzucht: «Rambo F1» und die heimische Tomate Amalia.