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Lebenswelten im Ausnahmezustand

Die Deutschen, der Alltag und der Krieg, 1914-1918- Unter Mitarbeit von Simona Lavaud

Series:

Jens Flemming, Klaus Saul and Peter-Christian Witt

Dieses Buch, eine Sammlung von Quellen, erzählt vom Ersten Weltkrieg. Sein Thema ist der Alltag im Ausnahmezustand, womit das Leben jenseits der Friedensjahre, jenseits auch der darin gültigen Normen, Werte und Sinnbezüge gemeint ist. In den Texten spiegeln sich die Erfahrungen von Frauen und Männern, Müttern und Vätern, Kindern und Jugendlichen, von Leuten unterschiedlichster Profession und Herkunft, von Versehrten und Hinterbliebenen. Berichtet wird von Hoffnungen und Illusionen ebenso wie von Enttäuschung und Not. Dabei werden Strategien sichtbar, mit denen man sich gegen die Zumutungen einer aus den Fugen geratenen Welt zu wappnen sucht. So wird das Außergewöhnliche alltäglich: in den Schützengräben und auf den Schlachtfeldern ebenso wie zu Hause in den Städten und Dörfern.
Inhalt: Erfahrung und Realität des modernen Krieges – Krieg im Westen und Krieg im Osten – Gesichter des Krieges – Der ‘Feind’ im Land: Kriegsgefangene, Zivil- und Saisonarbeiter – Deutsche im Feindesland – Die Heimatfront: Propaganda, Kriegswirtschaft, Reglementierung des Alltags, Zensur, religiöses Leben, Stimmungen – Konflikte: Protest, Krawall, Streik – Die Daheimgebliebenen: Frauen, Kinder, Jugendliche – Freizeit und Moralpolitik: Unterhaltung, Sexualität, Geschlechtskrankheiten – Leben und Überleben: Einkommen und Auskommen, Versorgung, Hunger, Wohnverhältnisse – Opfer: Krankheiten, Todesfälle, Kriegsneurosen, Versehrte, Hinterbliebene.