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Seelenphänomene

Ein interdisziplinärer Dialog. 29. Jahrgang 2016

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Markus Mühling, Ulrich Beuttler and Martin Rothgangel

Ausdrücke wie «mit Leib und Seele» und Begriffe wie «Psychologie» und «Seelsorge» belegen, dass der Terminus «Seele» aus unserer Sprache nicht wegzudenken ist. Gleichzeitig scheint es sich um ein Relikt zu handeln, verzichten doch gerade die Wissenschaften auf den Gegenstand der «Seele». Aus den Perspektiven von Physik, Psychologie, Philosophie und Theologie erklärt der Band diese Diastase und fragt nach der Phänomenalität der «Seele». Er zeigt, dass die Rede von der Seele zwar durch Befreiung von dualistischen Klängen reformbedürftig, aber unverzichtbar ist, will man der Phänomenalität menschlichen Werdens gerecht werden. Der Band beruht auf einer erweiterten Diskussion der Jahrestagung 2015 der Karl-Heim-Gesellschaft.

Inhalt: Barbara Drossel: Komplexe Systeme, Emergenz und die Grenzen des Physikalismus — Wolfgang Mack: Psychologie mit und ohne Seele — Yvonne Förster: Bin ich mein Gehirn? Die Seele im Zeitalter der Neurowissenschaft — Jürgen Kegler: Biblische Begriffe und Vorstellungen von „Seele“ — Markus Mühling: „Seelen“ als Verb. Uberlegungen zwischen Theologie und Hirnforschung — Philipp Stoellger: Seele als Medium. Von der Leiblichkeit der Seele als sozialer Wahrnehmungsform — Wolfgang Drechsel: Wofur sorgt die Seelsorge? Ein Seelenbegriff zwischen psychotherapeutischer und theologischer Bestimmung.