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Ästhetische Form und politische Perspektive im Schweizer Schauspiel der Reformationszeit

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Stephan Schmidlin

Die Arbeit versucht, durch eine Rekonstruktion der gesellschaftlichen Funktion ausgewählter Schweizer Schauspiele des frühen 16. Jahrhunderts deren ästhetischen Charakter und literarhistorischen Ort zu bestimmen. Sie geht aus von einer Kritik bisheriger Betrachtungsweise, die das frühbürgerliche Schauspiel nur als unvollkommene Vorform des klassischen Dramas einstufte. Mit der «Ästhetik der Standesrepräsentation» entwickelt sie ein neues Begriffsinstrumentarium, das erlaubt, die Eigenform der untersuchten Spiele sowie ihre historische Aussage grundlegend neu zu deuten.
Aus dem Inhalt: Ästhetische und historische Grundlegung - Interpretationen der Tellenspiele von 1512 und 1545, des Spiels von den alten und jungen Eidgenossen (1514), Gengenbachs «Nollhart» (1517), Manuels «Totenfresser» (1523), Bullingers «Lucretia» (1526) und Rufs «Etter Heini» (1538).