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Fremdarbeitersprache zwischen Anpassung und Widerstand

Eine ethnolinguistische Studie über Sprache und Arbeitsmigration am Beispiel von Griechinnen und Griechen in der deutschen Schweiz

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Willemijn de Jong

Im Alltag und in der Forschung wird das «eigenartige» (Sprach-) Verhalten der Fremdarbeiter/innen nicht selten ethnozentristisch missverstanden und so entwertet. Mit einem ethnolinguistischen Ansatz versucht diese Studie die Beziehungen von Fremdarbeitersprache und -kultur unter Berücksichtigung der Zentrum-Peripherie-Problematik aufzudecken. Aus dieser theoretischen Sicht können Sprachlosigkeit und Sprachpotential neu rekonstruiert werden. In einer Fallstudie wird die Kommunikationsethnographie einer griechischen Fremdarbeiterkultur in der deutschen Schweiz skizziert (Kommunikation in einer Fabrik, syntaktische, morphologische und erzählanalytische Untersuchung von Sprachdaten) - Sprachverhalten im Spannungsfeld von Anpassung und Widerstand.
Aus dem Inhalt: U.a. Ethnologie und Arbeitsmigration: die Fremdarbeiterkultur als interne Kolonie - Ethnolinguistik der Fremdarbeitersprache: Beziehungen zu Pidgin, Kultur und sozialer Ungleichheit - Struktur und Gebrauch des Deutschen bei Griechen/innen.