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Lernförderlicher Unterricht

Teil 1: Untersuchung zur Wirksamkeit von Unterricht und Förderunterricht für den schriftsprachlichen Lernerfolg

Peter May

Der zweiteilige Bericht liefert eine Bestandsaufnahme über wichtige empirische Ergebnisse zum schriftsprachlichen Klassen- und Förderunterricht in der Grundschule sowie eine umfangreiche empirische Untersuchung von Merkmalen eines lernförderlichen Unterrichts.
Teil 1 stellt wesentliche Ergebnisse der fünfjährigen Evaluation des Hamburger Projekts «Lesen und Schreiben für alle» (PLUS) vor. Das landesweite Projekt hatte zum Ziel, die schriftsprachlichen Leistungen der Schüler zu verbessern und insbesondere den Anteil von Kindern mit gravierenden Lernschwierigkeiten zu vermindern. Dabei wurden einige neue Prinzipien für die Gestaltung des Klassen- und Förderunterrichts (Prävention, Integration, Kooperation) erprobt, die hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überprüft wurden.
Es wurde untersucht, wie verschiedene Merkmale des Klassen- und Förderunterrichts sowie der beteiligten Personen (Lehrer und Schüler) ineinandergreifen und den Lernerfolg der Kinder beeinflussen. Dabei wurden Bedingungen des Klassen- und des Förderunterrichts sowie weitere Einflussfaktoren (soziales Umfeld, Schule, Lehr- und Lernpersonen) zusammenhängend analysiert und die Wechselwirkungen auf der Basis eines theoretischen Wirkungsmodells überprüft.
Teil 2 porträtiert elf Klassen mit besonders günstigen Lernergebnissen. Anhand der Gemeinsamkeiten und Unterschiede dieser Klassen wird erörtert, wie sich Lernförderlichkeit im pädagogischen Alltag auf verschiedene Weise realisieren lässt.
Aus dem Inhalt: Wirkungsebenen des schulischen Unterricht – Methoden des schriftsprachlichen Anfangsunterricht – Kooperation von Klassen- und Förderlehrern – Merkmale der Lehrer-Schüler-Interaktion und Lernerfolg – Einfluss von strukturellen und Prozessmerkmalen des Unterrichts – Formen des Klassen- und Förderunterrichts – Effektivität der LRS-Förderung.