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Chemiedidaktische Entwicklungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

Eine Analyse zur Situation des historischen Chemieunterrichts

Detlef Köhler

Die wissenschaftshistorische Studie analysiert den chemiedidaktischen Erkenntnisstand der Zeit zwischen 1900 und 1945. Sie dokumentiert ausführlich die chemiedidaktischen Erörterungen der zeitgenössischen Zeitschriftenliteratur und beleuchtet die unterrichtspraktische Umsetzung der theoretischen Überlegungen. Die Strukturierung des Materials erfolgt auf dem Hintergrund des gegenwärtigen chemiedidaktischen Forschungsstands. So wird deutlich, daß ein großer Teil aktueller chemiedidaktischer Erkenntnisse bereits im Kern bekannt war. Einerseits wurden schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts aktuelle Grundprinzipien des Chemieunterrichts wie die Selbstbetätigung der Schüler, Schülerversuche, Anschaulichkeit, Alltagsorientierung, Angemessenheit und Aktualität gefordert und teilweise im Unterricht verwirklicht. Andererseits zeigt die Kritik an der mangelhaften, den Bedürfnissen von Schule nicht gerecht werdenden Ausbildung der Lehrer und der geringen Umsetzung chemiedidaktischer Erkenntnisse in der Unterrichtspraxis die Schwierigkeit, diese bis heute aktuellen Problemfelder zufriedenstellend zu bearbeiten oder zu lösen.
Aus dem Inhalt: Qualitative Analyse des Chemieunterrichts in der Zeit zwischen 1900 und 1945 – Vergleich des historischen Chemieunterrichts mit aktuellen Erkenntnissen und Entwicklungen – Von der Vergangenheit zur Gegenwart - Kontinuität?