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Holismus und Individualismus in den Wissenschaften

Alexander Bergs and Soelve I. Curdts

Was ist das Ganze, was die Teile? Wie figurieren Holismus und Individualismus in den Einzelwissenschaften, ihren Methodologien, ihrem Selbstverständnis? Welchen Stellenwert haben diese Kategorien in der interdisziplinären, wissenschaftsübergreifenden Arbeit? Diesen und ähnlichen Fragen widmet sich dieser Sammelband. Er führt die unterschiedlichsten Ansätze zu einem Dialog zusammen und wahrt zugleich durch die Fundierung jedes einzelnen Beitrags in einer Wissenschaft die Spezifizität der jeweiligen Disziplin. Da die Reflexion der eigenen Grenzen und Möglichkeiten seitens der Einzelwissenschaften für ein solches Projekt konstitutiv ist, resultiert aus ihm nicht zuletzt eine heterogene Untersuchung des menschlichen Geistes in seiner Beschäftigung mit dieser Welt und mit sich selbst.
Aus dem Inhalt: Michael Esfeld: Holismus und Individualismus in den Geistes- und Naturwissenschaften. Eine Skizze – Thilo Diefenbach: Holismus als methodologischer Ansatz in den Kulturwissenschaften – Mirco Hüneburg: Die soziologische Bifokalbrille des Norbert Elias – Matthias Meyer: Methodologischer Individualismus und spontane Ordnung: Einige Überlegungen zur ökonomischen Methode – Falk J. Reckling: Handlungsbedingungen und Handlungsvollzüge: Die Holismus-Individualismus-Kontroverse am Beispiel von Ökonomik und Hermeneutik in den Sozialwissenschaften – Claus Beisbart: Von der Mikrowelt zum Makrokosmos: Coarse-Graining und statistische Physik – James L. Gould: Black Boxes in Neurobiology and Behavior – Norbert W. Paul: Warum das menschliche Genom nicht entschlüsselt wurde. Ein Essay – Alexander T. Bergs: Holismus und Individualismus in der Linguistik: Ein Überblick – Soelve I. Curdts: Literarische Palimpseste. Teile des Ganzen; Das Ganze des Teils; Oder: Das Lesen von Texten – Irene Preisinger: Allmacht, Ohnmacht oder Teilmacht? Wie Medien auf den Einzelnen und auf die Gesellschaft wirken. Ein Überblick über die wichtigsten Forschungsansätze.