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Musik-Wissenschaft an ihren Grenzen

Manfred Angerer zum 50. Geburtstag

Dominik Schweiger, Michael Staudinger and Nikolaus Urbanek

Die Grenzen aufzuzeigen, an die die Musikwissenschaft in ihrer Auseinandersetzung mit Musik und Wissenschaft beständig stößt, ist das gemeinsame Thema der in diesem Band versammelten Beiträge. So gilt gleich der erste Teil vor allem dem Ausloten von Begrenzungen der theoretischen Rede über Musik, während im Zentrum des zweiten Teils thematische, mehr aber noch methodische Grenzbereiche der Musikgeschichtsforschung stehen. Im dritten Teil wird das Verhältnis der Musikwissenschaft zu angrenzenden kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen reflektiert.
Aus dem Inhalt: Reinhard Kapp: Thesen zur frühen Mehrstimmigkeit – Markus Grassl: Spaltklang oder: Von der Grenzenlosigkeit der Musikwissenschaft – Wolfgang Fuhrmann: Pierre de la Rues Regina celi. Eine Studie in Bimodalität – Lukas Haselböck: «Raum-Zeichen». «Tonale» Aspekte der Harmonik bei Ockeghem und Webern – Nikolaus Urbanek: Ent-Rätselungen. Zum Problem der musikalischen Analyse oder Notizen zu Adornos Beethoven-Fragmenten – Sabine Seuss: Musik und Don Quixote. Theodor W. Adorno und die musikalische Avantgarde – Andreas Vejvar: «Zeit im zeitlichsten Sinne». Zu Franz Rosenzweigs Ästhetisierungskritik – Christian Utz: Ein Feld «entorteter» Identitäten. Essentialismus und Differenz in der neuen Musik Chinas und Japans – Hermann Fritz: An den Grenzen des Jodlermetrums – Regina Jaschke: Parallelwelten - eine Dramaturgie-Polemik. Oder: Was zum Teufel hat der ganz normale weltpolitische Wahnsinn mit Barockoper zu tun? – Christoph Becher: Gänsefüßchen und Fußangeln. Zur Funktion der Lieder in Der Freischütz – Gerhard Winkler: «Liszt, est-il Hongrois?» – Dominik Schweiger: Trauer und Wagnis. Zur Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen in der Wiener Moderne – Eike Rathgeber: Das Kabinett des Doktor W. oder: Vom stillen Leben am Rande der Oberfläche – Regina Busch: Einige biographische Mitteilungen über Dr. phil. Leopold Spinner – Erwin Barta: «Mir, dem Reinen». Das Tagebuch Ludwig Zenks 1943/46 – Erika Hitzler: Zu Luigi Nonos künstlerischem Konzept – Walter Weidringer: Leugnen und Gestehen. The Turn of the Screw im Lichte des Willens zum Wissen – Christoph Wellner: Pluralismus im Norden Europas. Finnische Musikgeschichte im 20. Jahrhundert – Cornelia Szabó-Knotik: Selbstinszenierung und Handelsbilanz. Die (Re)Konstruktion Österreichs nach 1945 mittels Musik –Yukiko Sakabe: Erich Schenk und der Fall der Adler-Bibliothek – Michael Staudinger: Ein «vatermörderisches» Projekt? Zur Geschichte der Wiener Musikwissenschaft 1920-1960 – Irmgard Schartner: Musik aus dem NS-Wien. Alexander Witeschniks Musik aus Wien. Versuch einer vergleichenden Analyse der Auflagen von 1943 und 1949 – Georg Pepl: Apotheose des Marsches. Die Romantikkritik des Musikwissenschaftlers Arnold Schmitz und des Staatsrechtlers Carl Schmitt – Gabriele Johanna Eder: Beethoven, die Musikwissenschaft, die Dichtung und die Politik. Romain Rolland, ein Grenzgänger zwischen den Welten – Roswitha Müller: Musik und Gefühl. Anmerkungen zu einer populären Meinung – Verena Zemanek: Zum sozialen Gebrauch von Kunst. Bourdieus und Schulzes Konzept kulturellen Konsums und ihre kulturpolitischen Auswirkungen – Margareta Saary: Musikalische Destruktionsverfahren im Film. Techniken der Musik als konstitutive Elemente des Films – Karlheinz Essl: Improvisation über «Improvisation». Jack Hauser im Gespräch mit Karlheinz Essl – Andreas Felber: Die doppelte Befreiung. Anfänge und Grundzüge des Free Jazz Europa.