Show Less
Restricted access

«Es ist vergeblich... . Sie sagen: er ist ein Jude»

Die Auswirkungen des Antisemitismus im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert auf Leben und Werk Jakob Wassermanns

Series:

Heike Lindemann-Luiken

Die Romane Jakob Wassermanns Das Gänsemännchen, Der Fall Maurizius und Etzel Andergast begeistern im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts die Leserschaft mindestens ebenso wie die Romane eines Lion Feuchtwanger oder Thomas Mann. Jakob Wassermann, weil jüdischer Herkunft, wird allerdings als Erfolgsautor von der antisemitischen Literaturkritik nicht anerkannt. Vielmehr werden ihm die Eigenschaften eines guten deutschen Schriftstellers abgesprochen. Unter den permanenten antisemitischen Angriffen bereits vor 1933 resigniert Jakob Wassermann und stirbt mit 61 Jahren in Altaussee in Österreich. Diese literaturwissenschaftliche Arbeit beschreibt die antisemitische Literaturpolemik gegen Jakob Wassermann und weist nach, daß seine Werke in ständiger Auseinandersetzung mit diesen antisemitischen Stereotypen entstanden sind.
Aus dem Inhalt: Herkunft und Sozialisation Jakob Wassermanns – Zum Kulturkampf in der Literatur – Vorwürfe antisemitischer Literaturkritiker – Notwendigkeit einer persönlichen Stellungnahme gegen die antisemitische Literaturkritik – Werkanalyse: Vergleichende Darstellung von Juden und Deutschen im Werk – Die negativen Gestalten: Das moderne Judentum – Zur Parallelentwicklung von Juden und Deutschen – Positive Gestalten: Der Jude als Orientale.