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Skulptur als Feld

Flache Bodenplastik seit 1960

Julia Otto

Im Fokus dieses Buches steht eine Werkform, die trotz ihrer großen Bedeutung für die Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Phänomen kaum beachtet wurde: die flache Bodenplastik. Weil diese raumfordernde Form von Kunst sich nicht in die traditionellen kunsthistorischen Begriffe und Kategorien fügt, begibt sich die Autorin auf die Suche nach neuen Kriterien für die Beschreibung und Untersuchung der Werkform. Ein zentraler Anhaltspunkt ist dabei der Begriff des Feldes. Der Frage nach einem theoretischen Konzept von Skulptur als Feld steht die konkrete Analyse einer Fülle von Einzelwerken gegenüber. Diese führen auf unterschiedliche Weise vor Augen, was für das Verständnis der Werkform von entscheidender Bedeutung ist: die Beziehung zwischen Kunstwerk, Raum, Zeit und Betrachtern.
Aus dem Inhalt: Entwicklung der flachen Bodenplastik im 20. Jahrhundert – Flächigkeit in Kunst und Alltagsleben (Skulptur, Malerei, Bodengestaltung) – Konsequenzen der Werkform für die Definition und Rezeption von Skulptur – Geschichte und Bedeutung des Feldbegriffs als Fachterminus in Alltagssprache, Wissenschaften und Kunst – Werkanalysen der Bodenarbeiten von Carl Andre, Lynda Benglis, Joseph Beuys, Christian Boltanski, Tony Cragg, Walter De Maria, Gunter Demnig, Leni Hoffmann, Ellsworth Kelly, Wolfgang Laib, Barry Le Va, Richard Long, Robert Morris, Mariella Mosler, Anna Oppermann, Anne und Patrick Poirier, David Rabinowitch, Erich Reusch, Raffael Rheinsberg, Adrian Schiess, Richard Serra, Andy Warhol.