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Bei Rot bleibe steh´n!

Eine vergleichende Untersuchung pädagogischer Konzeptionen am Beispiel der Verkehrserziehung in den Sendereihen «Unser Sandmännchen» (DDR) und «Sandmännchen» (BRD)

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Claudia Speicher

Medien sind das Spiegelbild von Gesellschaften. Die Mediensysteme der DDR und der BRD waren gemäß der Ideologie ihres Landes strukturiert. Somit standen sich formal gesehen Zentralismus und Pluralität gegenüber. Das Kinderfernsehen, als ein wichtiger Bestandteil dieser Systeme, hatte in beiden Staaten dementsprechende Funktionen und Aufgaben zu erfüllen, die sich letztlich auch auf die Inhalte und auf die Pädagogik auswirkten. Dies zeigt das Buch anhand der bekannten Kinderfernsehsendungen «Unser Sandmännchen» (DDR) und «Sandmännchen» (BRD). Gemäß der politisch-pädagogischen Intensionen war die DDR-Sendung in den staatlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag eingebunden. Die BRD-Sendereihe war trotz ihrer journalistischen Freiheit der Kritik eines fehlenden pädagogischen Impetus ausgesetzt und stand damit immer im Schatten des DDR-Sandmanns. Dieser Ausgangspunkt war Anlass, den Grad der Pädagogisierung an einem politisch neutraleren Thema, wie dem der Verkehrserziehung, mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse zu untersuchen. Dabei wird deutlich, dass neben den zu erwartenden Unterschieden auch erstaunliche pädagogische Affinitäten zwischen den «Sandmännern» auftreten.
Aus dem Inhalt: Mediensystem und Medienverständnis DDR/BRD – Kinderfernsehen der DDR – Sandmann im DDR-Kinderfernsehen – Kinderfernsehen der BRD – Sandmann im BRD-Kinderfernsehen – Qualitative Inhaltsanalyse am Beispiel der Verkehrserziehung.