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An der Grenze zwischen Grammatik und Pragmatik

Series:

Rita Brdar-Szabó, Elisabeth Knipf-Komlósi and Attila Péteri

Dieser Sammelband enthält thematisch geordnete Beiträge, die das Grammatik-Pragmatik-Verhältnis, Probleme ihrer Abgrenzung und ihrer Interaktion aus unterschiedlichen Perspektiven behandeln. Der Blick streift zuerst von der Grammatik zur Pragmatik und Kognition, um dann die Richtung zu ändern und von der Pragmatik ausgehend grammatische Probleme auszuloten. Fragen der Pragmatik werden des Weiteren aus der Sicht der Textlinguistik und der Textsortenforschung beleuchtet. Abgerundet wird das Bild der pragmatischen Forschungslandschaft durch Fallstudien zum Sprachvergleich und Spracherwerb. Die Autoren des Bandes sind Vertreter der ungarischen und der europäischen Germanistik aus Deutschland, Frankreich, Italien, Norwegen, Polen und der Slowakei.
Aus dem Inhalt: Hans Altmann: Cleft- und Pseudocleft-Sätze (Spalt- und Sperrsätze) im Deutschen – Peter Bassola: Deutsche Wortstellung - grammatisch - pragmatisch. Prädikative Elemente im Vorfeld – Heinz Vater: Kasus-Schwankungen im gegenwärtigen Deutschen – Klaus-Uwe Panther: Grammatische versus konzeptuelle Kongruenz. Oder: Wann siegt das natürliche Geschlecht? – Sebastian Bücking: Ereignissen einen Namen geben: Nominalisierte Infinitive als Artterme – Martine Dalmas: Die «Außenfelder» als strategische Orte – Daniel Baudot: Er kam gelaufen. Schon gut, aber wozu denn? Funktionen der Struktur kommen + Part. II – Anna Vargyas: Pertinenzdativ - Konstruktionen aus pragmatischer Sicht – Jörg Meibauer: Satzmodus und Implikatur – Anna Volodina: Zur syntaktischen und prosodischen Markierung pragmatischer Phänomene im Bereich der Konnektorenforschung – Anna Molnár: Grammatikalisierung oder Pragmatisierung? – Petra Szatmári: Ein Grammatikalisierungsszenario für das Rezipienten-Passiv – Beata Kasperowicz-Stążka: Substituierbarkeit einer Konstruktion mit deutschen Bezugsadjektiven durch freie substantivische Attribute als Erfolg unterschiedlicher Bildhaftigkeit – Barbara Beczner: Intonationsmuster im finnischen Interrogativsatz – Elisabeth Knipf-Komlósi: Schnittstellen-Phänomene in der Zeitungssprache – Roberta V. Rada: Zur Leistung von Fragesätzen in Leserbriefen – Eszter Kukorelli: Textsortenspezifische Eigenschaften des Tempusgebrauchs - Die Analyse der Tempusverwendung in der Textsorte Weblog – Mónika Kusztor: Der parenthetische Einschub im simultan gedolmetschten Text – Gisela Zifonun: Zur pragmatischen Fundierung des Konzepts der funktionalen Domäne im Sprachvergleich – Jiří Pilarský: Distanz und Vertraulichkeit an der Schnittstelle Sprecher/Hörer. Deutsch-ungarische Kontrastivität – Rita Brdar-Szabó: Motivierende Faktoren bei der Realisierung des Sprechaktes ANLEITUNG am Beispiel von Kochrezepten im Sprachvergleich – Katalin Horváth: Die deutschen Modalverben und ihre ungarischen Äquivalente - Ergebnisse einer Korpusanalyse – Cristina Onesti: Untersuchungen hinsichtlich der Produktivität von Aktionsartbedeutungen der deutschen Verbpartikeln – Gizella Nagy: Linksvernetzung in der Optimalitätstheorie - Informationsstrukturelle Merkmale in der Syntax – Lívia Adamcová: Prosodie, Phonetik und Spracherwerb – Gabriela Slobodová: Wie pragmatisch ist der Deutschunterricht im slowakischen Kontext – Manfred Consten/Annegret Loll: Ein Zirkularitätsproblem zwischen Grammatik und Pragmatik: Indirekte Anaphern – Martina Kášová: Typen und Realisierungsmittel von ausgewählten Sprechhandlungen – Pál Uzonyi: Funktionen von Formen und Formen von Funktionen in der Grammatikographie.