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DIE UNGLEICH SCHWEBENDE ORIGINALSTIMMUNG VON JOHANN SEBASTIAN BACH- DAS WOHL TEM PERIRTE CLAVIER

Das wohl Tem Perirte Clavier

Reinhard Böß

Mit dem Wohltemperirten Clavier schuf Bach ein Lehrwerk zur Temperatur, das weder mitteltönig noch gleichstufig ist, denn der Titel Das Wohltemperirte Clavier zeigt, daß die Stimmung die Grundlage zum echten Verständnis ist. Der Verfasser entschlüsselt Bachs Methode der Rätselnotation und dessen Devisen: Reinheit der Harmonien sowie eine Unterscheidbarkeit aller 24 Tonartencharaktere. Neben einer reinen Quinte verengt Bach die elf übrigen um 2,1,3 Cent laut den oberen Schnörkeln, die Bach auf das 24. Fugenthema bezieht. Der untere Schnörkel erklärt die Stimmwege, der Titeltext die Stimmtonhöhe, das Petschafft entziffert die genauen Unterschiede zur mechanistischen Gleichstufigkeit. Die neue Satzfolge beider Bände entsteht gemäß den Knospen des Brief-Siegels mittels Transpositionen um drei Halbtonschritte abwärts (1) oder vier Quinten aufwärts (2); Bach bestätigt mehrfach durch allerlei Hilfszahlen in typischen Takt- und drei Titeltextwerten diese Ordnung. So entsteht entgegen der «Originalnotation» mit ihren tonal doppelbödigen Gängen auch der gemeinte Zyklus.
Aus dem Inhalt: Zur Aufdeckung der überlieferten Devisen Bachs und deren Kombination zur neuen A-Stimmung – Die musikalisch sinnvolle Tonartenfolge im gesamten Wohltemperirten Clavier durch alle 24 Tonarten – Zu allen Intervallbeziehungen, Farben- bzw. Tonartencharakteren, Bachs Proportionsdenken, den Eigenheiten seiner kompositorischen Sprache und der Ars Combinatoria.