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Karl August Heinsheimer (1869-1929)

Vom badischen Richter zum Lehrer an der Universität Heidelberg

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Christian Coulin

Karl August Heinsheimer (1869-1929), Sohn des angesehnen badischen Oberlandesgerichtsrats Max Heinsheimer, unterschied sich in vielerlei Hinsicht von den Juristen seiner Zeit: mit der praktischen Anwendung des Rechts ebenso bewandert wie mit den theoretischen und wissenschaftlichen Grundlagen, der badischen Heimat eng verbunden und zugleich immer offen und interessiert für die Ereignisse und Entwicklungen außerhalb seines Landes. Ursprünglich jüdischen Glaubens wechselte er später zum Protestantismus. Heinsheimer war ein Mensch, der die Zeichen der Zeit erkannte und sich so im Laufe seines Lebens vom treuen Anhänger der Monarchie zu einem überzeugten Befürworter der Demokratie entwickelte. Das Leben und Werk dieses Ausnahmejuristen, Richters und Hochschullehrers nachzuzeichnen und wieder in Erinnerung zu rufen ist das Ziel dieser Arbeit.
Aus dem Inhalt: Jüdische Familie – Sohn eines badischen Staatsdieners – Studium in Lausanne, Straßburg, Berlin, Leipzig, Freiburg im Breisgau – Dissertation bei Adolf Wach – Richter in Mosbach und Heidelberg (1896-1907) – Privatdozent in Heidelberg (1904-1907), danach Ordinarius – Lebendiges Recht: Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis – Tätigkeitsschwerpunkt: Zivilprozessrecht, ausländisches und internationales Recht, Wirtschaftsrecht – Mitbegründer des Instituts für internationales Privatrecht/Heidelberg.