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Hochschulzugang und Übergänge in der Hochschule: Selektionsprozesse und Ungleichheiten

3. Jahrestagung der Gesellschaft für Hochschulforschung in Hamburg 2008

Margret Bülow-Schramm

Die Gestaltung des europäischen Hochschulraums und die Veränderung der Hochschulsteuerung in Deutschland verstärken die interne und externe Differenzierung der Hochschulen. Sie machen das Ausmaß der vertikalen und horizontalen Durchlässigkeit zu einem entscheidenden Kennzeichen der Hochschulen. Das zieht Anerkennungs- und Anrechnungsverfahren nach sich, deren institutionelle Folgen sich auf alle Funktionsbereiche der Hochschulen auswirken. Die 3-Zyklen-Struktur des Studiums schafft neue Übergangszonen, deren institutionelle Handhabung Einfluss auf die Studiengestaltung, die Organisation der Lehre und den Einsatz von Steuerungsinstrumenten haben. Die angestrebte Durchlässigkeit zwischen dem System der beruflichen Bildung und Ausbildung und dem Hochschulsystem erfordert Übergänge, die Wege vom/zum quartären Bildungssektor eröffnen. In diesem Band sind Studien versammelt, die sich mit Auswahlverfahren, Anrechungsmodi und Übergangsgestaltungen in Hochschulen unterschiedlichen Typs befassen und die Gleichzeitigkeit der Tendenzen zur Flexibilisierung wie zur Abschottung, zur Profilbildung und Wettbewerb wie zur Kooperation zum Thema haben.
Aus dem Inhalt: Margret Bülow-Schramm: Einführung – Ada Pellert: Perspektive Lebenslanges Lernen. Herausforderung für die Hochschulen – Jupp Asdonk/Gabriele Glässing: Studierneigung und Studienzuversicht: Soziokulturelle, institutionelle und personale Faktoren – Kristina Gensch/Gabriele Sandfuchs: Informelle Selektion beim Übergang an die Fachhochschule: Betroffene und Gegenmaßnahmen – Andrea Sperlich: Managementaufgabe Studierendenauswahl - Private Hochschulen als Pioniere – Maren Träger: Die neue Zulassungspraxis an deutschen Hochschulen: Die Bedeutung des Eignungsfeststellungsverfahrens für das Soziologiestudium – Walburga Freitag: Anrechnung als Schlüssel für die Durchlässigkeit zur Hochschule und zur Realisierung lebenslangen Lernens? – Andrea Micheler: Anrechnung außerhochschulischer Kompetenzen im Rahmen von Hochschulstudiengängen – Gerd Grözinger/Mareike Tarazona: Mangelnde Ressourcen und Kapazitäten als Herausforderung für den Hochschulzugang in Deutschland – Thomas Köhler: «The winner takes it all…». Ergebnisse einer Exploration des Umgangs Studierender mit Studiengebühren und Gestuften Studiengängen – Ulf Banscherus: Transformation des Hochschulzugangs zum «Universal Access»? - Globale Trends und Pfadabhängigkeiten – Barbara M. Kehm: Zugänge zur Promotion: Zwischen Selektion und Multiplikation – René Krempkow: (Selbst-) Selektionen zur Promotion - Ansätze zur Schätzung der Selektivität bei Zugang und Verlauf mit Hilfe von Absolventenbefragungen und Hochschulstatistiken – Ulrike Senger: Neue Lehr- und Lernformen der Doktorandenausbildung – Dietrun Lübeck: Zusammenhänge zwischen Lehransätzen in der Hochschule und lehrebezogener Weiterbildungsteilnahme – Maria Kondratjuk: Die Entwicklung eines dualen Studiengangkonzeptes an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg – Marion Kamphans: Fachkultur und Selektion - Ingenieurwissenschaftliche Lehre im Blick.