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Das Lackkabinett im deutschen Schloßbau

Zur Chinarezeption im 17. und 18. Jahrhundert

Philipp Herzog von Württemberg

Das Lackkabinett ist ein typisches Merkmal im deutschen Schlossbau des 17. und 18. Jahrhunderts. In seiner Ausstattung widerspiegelt sich die barocke Begeisterung für das Exotische, für die fernöstliche Kunst und Kultur. Händler und Missionare hatten Lackerzeugnisse aus China und Japan nach Europa gebracht und die Begeisterung war so gross, dass man bald begann, diese hier nachzuahmen, um dem wachsenden Bedarf nachzukommen. Damit erreichte die Lackkunst in Europa ihren Höhepunkt.
Mit diesem Buch liegt erstmals ein umfassender Überblick über das Lackkabinett im deutschen Schlossbau des Barock vor. Neben den noch existierenden werden inzwischen auch zerstörte Räume berücksichtigt. Auf der Entwicklungsgeschichte der fernöstlichen Lackkunst und der Handelsbeziehungen zwischen Europa und dem Fernen Osten aufbauend, geht der Verfasser der stilistischen Entwicklung des deutschen Lackkabinetts nach und würdigt damit einen wichtigen Aspekt barocker Schlossarchitektur, der den Charakter einer kunstgeschichtlichen Epoche wesentlich beeinflusste.