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Trickster im Native American Film

Die Weiterführung der oral tradition

Manuela Müller

Der Native American Film, ein Phänomen der Native American Renaissance, existiert seit etwas mehr als 30 Jahren. Im Gegensatz zur stereotypisierten Fremddarstellung des Indianers (z. B. im Western) betont der indianische Film die Eigendarstellung der nordamerikanischen Ureinwohner und ist daher durch eine hohe Komplexität und überaus reiche Vielfalt gekennzeichnet. Das Spektrum der heute weit mehr als 1000 Filme reicht von Spiel- und Dokumentarfilmen über Trickfilme bis hin zu Musikvideos. Dieses indianische Filmschaffen ist jedoch bisher kaum erforscht. Die vorliegende Arbeit möchte daher einen Teil der indianischen Filmlandschaft wissenschaftlich fassen und Strukturen herausarbeiten. Anhand von Filmen wie Raven Tales, Skins, Smoke Signals, The Business of Fancydancing u. a. untersucht die Autorin insbesondere die Einbindung indianischer Trickster-Figuren und die kreative Fortführung mythologischer Elemente im Native American Film. Die Filme werden dabei vor dem Hintergrund der jeweiligen indigenen Kultur betrachtet, wobei Historie und Mythen wichtige Anhaltspunkte für die Filmanalyse liefern. Neben der Analyse und Beschreibung verschiedener Tricksterfilmtypen werden aber auch Fragen zur gesellschaftlichen Bedeutung des indianischen Films aufgegriffen und im Hinblick auf verschiedene Rezipientengruppen erläutert.