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Musiktheorie an ihren Grenzen: Neue und Alte Musik

3. Internationaler Kongress für Musiktheorie 10.-12. Oktober 2003 - Musik-Akademie der Stadt Basel

Angelika Moths, Markus Jans, John Mackeown and Balz Trümpy

Das Basler Musikleben wurde stark geprägt durch die Person und das Wirken von Paul Sacher, der sich sowohl für die zeitgenössische Musik, als auch unter anderem durch die Gründung der Schola Cantorum Basiliensis für die Alte Musik einsetzte. Neue und Alte Musik waren dann auch die beiden Hauptthemen des 3. Basler Kongresses für Musiktheorie, dessen Akten in diesem Band publiziert sind.
Der Band enthält einerseits Beiträge, die Theorie, Modelle und Vermittlung der Musik des 20. Jahrhunderts untersuchen. Andererseits wird im Bereich der Alten Musik noch offenen Fragen zum Kontrapunkt des 15. und 16. Jahrhunderts nachgegangen und das Verhältnis von theoretischen Lehrgebäuden und kompositorischer Praxis betrachtet. Weitere Beiträge analysieren spezifisch die Harmonik in den späten Kompositionen von Franz Schubert.
Aus dem Inhalt: John MacKeown: Klang-Zusammenschau – Klaus Huber im Gespräch mit Balz Trümpy: Musiktheorie und Komposition im 20. Jahrhundert – Wulf Arlt: Satzlehre und ästhetische Erfahrung – Ludwig Holtmeier: Analyzing Adorno - Adorno analyzing – Nico Schüler: US-Amerikanische Lehrbücher zu Theorien der Modernen Musik: Ein Beitrag zur Vermittlung moderner Musiktheorie – Ricarda Rätz: Josef Matthias Hauers System der Tropen – Leo Brauneiss: Die didaktische Aufbereitung als kreativer Impuls: Die Anfänge der Zwölftontechnik in der estnischen Sowjetrepublik – Christoph Neidhöfer: Analyse und kompositorische Praxis: einige Betrachtungen – Claus-Steffen Mahnkopf: Was ist ein musikalischer Parameter? – Felix Diergarten: Riemann-Rezeption und Reformpädagogik: Der Musiktheoretiker Johannes Schreyer – Roland Willmann: Form in der neuen Musik - die Konzepte Adornos und Ligetis – Thomas Daniel: Die Fuxschen Gattungen und der Renaissance-Kontrapunkt – Hubert Moßburger: Zur Aktualität der Contrapunctus-Lehre des 15. und 16. Jahrhunderts – Reinhard Ardelt: Orgelwerke von Samuel Scheidt im Kontrapunktunterricht – Tihomir Popovic: «To please the eare and expresse the point» - Thomas Morleys glückliche Synthese – Wolfgang Fuhrmann: Harmonik im 15. Jahrhundert – Sebastian Sprenger: Über einige pentatonische Melodiebildungen in den Liedern Franz Schuberts – Bernd Redmann: Schweifender Geist oder systematische Auslotung: Analytische Perspektiven zum 2. Satz von Schuberts G-Dur-Streichquartett D 887 – Andreas Ickstadt: ‘Zeitgenosse der Zukunft’: Betrachtungen zur Harmonik in Schuberts Es-Dur-Messe D 950 – Thomas Noll: Der Halbton im Zwielicht von Leitton- und Moduswechsel: Zum Stellenwert von Enharmonik in Schuberts B-Dur Sonate (D 960) – Oliver Gerlach: Praxis jenseits der Grenzen von Theoriebildung - Zur «Komposition» von Haltetonorgana im 12. Jahrhundert – Jan Philipp Sprick: Die trias harmonica in der deutschen Musiktheorie des 17. Jahrhunderts: Zwischen Theologie und musikalischer Praxis – Reinald Ziegler: Das so genannte «dritte Tonartensystem» in der Musik des 17. und frühen 18. Jahrhunderts – Danuta Mirka: Vorwärts hören - Rückwärts hören. Zur Wahrnehmung metrischer Irregularitäten in Streichquartetten Joseph Haydns – Ulrich Kaiser: Koch und Schenker für die Schule: Die Sonatenspiele – Johannes Menke: Zwischen Skylla und Charybdis: Zur Harmonik in György Ligetis Klavier-Etüde Arc-en-ciel – Lutz Felbick: Gehörbildung und Musikpsychologie.