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Das Pflegekind in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

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Gülsen Schorn

Ist das Pflegekind in seiner Pflegefamilie «verwurzelt», überwiegt sein Interesse an einem dauerhaften Verbleib in der Pflegefamilie das Interesse der biologischen Familie an einer Umsiedlung des Kindes. Die Autorin untersucht systematisch etwa hundert Einzelentscheidungen aus dem Zeitraum 1981 bis 2008 und führt dabei eine äußerst differenzierte Auseinandersetzung mit den einzelnen Entscheidungen. Sie dokumentiert die Fort- und Rückschritte sowie Widersprüchlichkeiten in der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und des Bundesverfassungsgerichts. Neben der Kindesherausnahme und dem Umgangsrecht werden sorge- und adoptionsrechtlich relevante Aspekte, der Begriff des «Familienlebens» im Zusammenhang mit dem Pflegekind, die Rolle der UN-Kinderrechtskonvention sowie das Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte untersucht.
Aus dem Inhalt: Rechtsprechung EGMR/BVerfG zu Pflegekindern – Humanwissenschaftliche Grundlagen mit rechtspolitischer Relevanz – Pflegekinderrecht in Gesetz und Rechtswissenschaft, Verfahrensdauer und Kindesalter – Interessenvertretung des Kindes – Schadensersatzansprüche bei staatlicher Pflichtverletzung – Nationaler Beurteilungsspielraum.