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«Ich will Ismael segnen»

Gemeinsame Wurzeln in Christentum und Islam

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Udo Worschech

Die Auseinandersetzung mit dem Islam ist nicht nur ein politisch-gesellschaftliches Anliegen, sie betrifft in erster Linie die Theologie. Es geht nicht um Vordergründiges wie Kopftuch, Integration und Parallelgesellschaften, sondern um ein spirituelles Verstehen. Islam und Christentum können sich begegnen. Jedoch muss zunächst die Theologie begriffen werden. Politiker verzerren das Bild, wenn sie behaupten, in Europa gäbe es nur christlich-jüdische Wurzeln, die mit dem Islam nichts zu tun hätten. Diese grundfalsche Aussage bestätigt nur das Unwissen über den Islam, der ebenso christliche wie auch jüdische Wurzeln hat. Dies aufzuzeigen ist Inhalt dieses Werkes, das damit vor allem zur Diskussion zu einigen theologischen Positionen in Christentum und Islam anregen will.
Inhalt: Abraham, Isaak - und Ismael? Gilt Abrahams Segen auch dem Islam? – Die Suren al-‘Imran (Sure 3) und al-Ma‘edah (Sure 5) und die Verarbeitung christlicher und judenchristlicher Überlieferungen im Koran – Vorislamischer Monotheismus, die Hanifen und das Judenchristentum – Schöpfung und Fall des Menschen im Koran – Der Sabbat im Koran – Das Heiligtum des Islam, die Ka‘ba, und die heiligen Orte und das Heiligtum Israels – Jesus im Koran. Messias und Sohn der Maria – Endzeitlehren im Islam, koranische Eschatologie und Apokalyptik – Ebionitische Eschatologie und Mohammeds «eschatologisches Fieber».