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Differierende Formen des Genießens in Eduard von Keyserlings ‘Schlossgeschichten’

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Barbara Guilliard

Eduard von Keyserlings ‘Schlossgeschichten’ dokumentieren das sensualistische Wahrnehmungsvermögen des Autors und seine Sensibilität für die menschliche Psyche. Keyserlings Schlossmenschen werden auf ihren abgelegenen Schlössern mit Langeweile und Isolationsgefühlen konfrontiert. Die Untersuchung stellt die Frage, ob und inwieweit die unterschiedlichen Genussstrategien die Einsamkeitsgefühle der Adligen reduzieren und auf sie vitalisierend wirken, oder ob sie nur die Antriebs- und Beschäftigungslosigkeit der Schlossbewohner kompensieren sollen. In der Untersuchung werden bei der Analyse der Genussformen neben Keyserlings Erzählwerk auch Essays, Kritiken und Rezensionen des Autors sowie sozialgeschichtliche, philosophische und kulturwissenschaftliche Abhandlungen mit einbezogen.
Aus dem Inhalt: Die Faszination durch Geräusche – Die Vitalisierung durch Luft und Duft – Der Kitzel des Gaumens – Die Behaglichkeit des Bades – Der Rausch der Erotik – Exkurs: Die Erzählform in Eduard von Keyserlings ‘Schlossgeschichten’ – Die Erregung durch besondere Genusserfahrungen.