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Die Verlagerung des Risikos von Nichteinsatzzeiten auf den Leiharbeitnehmer durch Arbeitszeitflexibilisierung

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Christina Klapproth

Die Flexibilisierung der Arbeitszeit in der Arbeitnehmerüberlassung steht im Spannungsfeld zwischen dem berechtigten Flexibilisierungsinteresse des Arbeitgebers und der Gefahr einer unzulässigen Verlagerung des Verwertungsrisikos auf den Leiharbeitnehmer. Die Norm, um die sich der Streit über die Zulässigkeit von flexiblen Arbeitszeiten im Leiharbeitsverhältnis dreht, ist § 11 Abs. 4 S. 2 AÜG. Aktuelle höchstrichterliche Rechtsprechung existiert zu diesem Problemfeld nicht. Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob § 11 Abs. 4 S. 2 AÜG der Vereinbarung flexibler Arbeitszeiten Grenzen setzt und wenn ja, welche. In diesem Rahmen werden auch die entsprechenden Vereinbarungen in den einschlägigen Tarifverträgen auf ihre Zulässigkeit hin untersucht.
Inhalt: Regelungsinhalt von § 11 Abs. 4 S. 2 AÜG – Voraussetzungen des Annahmeverzugs bei Arbeitszeitflexibilisierung – Wertung der EU-Richtlinie 2008/104/EG und des AÜG – Abrufarbeit nach § 12 TzBfG und Arbeitszeitkonten im Leiharbeitsverhältnis – Zulässigkeit der getroffenen Vereinbarungen in den Tarifverträgen zur Leiharbeit.