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Gewebe als Arzneimittel?

Eine Untersuchung zur Neuordnung des Geweberechts in Deutschland

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Anke Erdmann

In der medizinischen Forschung und Therapie dienen menschliche Gewebe heutzutage sowohl der Arzneimittelherstellung als auch als «biologisches Flickzeug». 2007 hat der deutsche Gesetzgeber das Gewebegesetz erlassen, das den Umgang mit menschlichem Gewebe dergestalt reguliert, dass Zellen und Gewebe nun dem Grunde nach Arzneimittel im Sinne des Arzneimittelgesetzes darstellen. Das Arzneimittelgesetz als Produktgesetz enthält nun speziell für Gewebe geltende Vorschriften, die die Erlaubnis- und Genehmigungspflicht des Umgangs mit Zellen und Gewebe regulieren. Inwieweit diese Regelung rechtmäßig, insbesondere grundrechtsverträglich sowie sinnvoll und in der Systematik schlüssig ist, ist Gegenstand dieser Untersuchung.
Inhalt: Verwendungsmöglichkeiten menschlicher Zellen und Gewebe in Forschung und Therapie – Notwendigkeit der gesetzlichen Regelung des Umgangs mit menschlichem Gewebe – Entwicklung der Gesetzgebung auf dem Gebiet der menschlichen Gewebe und Organe – Analyse der EU-Geweberichtlinie und des Gewebegesetzes – Rechtmäßigkeit der Neuregelung – Grundrechtsverträglichkeit der Neuregelung – Zivil- und strafrechtliche Auswirkungen – Funktionalität der Regelungen im naturwissenschaftlichen Alltag – Politische, finanzielle und wirtschaftliche Aspekte hinsichtlich menschlicher Gewebe – Alternative Regelungsmöglichkeiten.