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Die Entstrickung stiller Reserven

Unter besonderer Berücksichtigung des Gesetzes über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG)

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Christian Herbst

Die Thematik der Entstrickung stiller Reserven im internationalen Kontext hat in der jüngeren Vergangenheit zu erheblichen Diskussionen im Spannungsfeld von Rechtsprechung, Finanzverwaltung und Literatur geführt. Obwohl von zentraler Bedeutung, hat der Gesetzgeber mit dem SEStEG zur Sicherung des deutschen Besteuerungssubstrates Entstrickungstatbestände in das bestehende nationale Normengefüge implementiert, die nach Ansicht des Autors dem Anspruch an eine konsistente, an steuersystematischen Grundsätzen orientierte, verfassungskonforme Steuerrechtsordnung nicht genügen können. Die Analyse der normstrukturellen Schwachstellen der rechtsfolgeinduzierten Entstrickungstatbestände de lege lata und die Beantwortung der Frage nach der Regelungsbedürftigkeit von vermeintlichen Entstrickungssachverhalten führt schließlich zu den Überlegungen zur Modifikation des Entstrickungskonzeptes de lege ferenda.
Inhalt: Nationale und internationale Entwicklungen zur Entstrickung stiller Reserven – Das Urteil des BFH vom 17.07.2008, I R 77/08 als Wendepunkt – Analyse der Entstrickungstatbestände de lege lata unter steuersystematischen und verfassungsrechtlichen Aspekten – Überlegungen zur Modifikation des Entstrickungskonzeptes de lege ferenda.