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Festrede und Festspiel als Formen kollektiver Repräsentation

Die Wiener Regierungsjubiläums-Feiern von Franz Joseph I (1908) und die «Türkenbefreiungsfeiern» (1933) im Vergleich

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Johannes Mattes

Feste stärken die Gemeinschaft, stiften Identität. Rituelle Handlungen und Symbole werden zur Untermauerung bestehender Herrschaftsverhältnisse eingesetzt. Menschenmassen defilieren vor ihren politischen und religiösen Führern. Der Autor wirft einen Blick zurück auf die Donaumetropole des beginnenden 20. Jahrhunderts und untersucht den Wandel der Festkultur zwischen Habsburgermonarchie und austrofaschistischem Ständestaat. Der Fokus liegt dabei auf zwei besonderen literarischen Darstellungsformen – Festrede und Festspiel. Beide Gattungen bilden den Höhepunkt der staatstragenden Feiern und stehen symptomatisch für die Umgestaltung der Festkultur am Vorabend des Zweiten Weltkriegs.
Inhalt: Festrede von Karl Lueger und Graf Wilczek – Kaiser-Huldigungsfestzug – Ring-straße – Wilhelm Miklas’ Rede «Das Heldenzeitalter Österreichs» – Türkenbefreiungsfeier – Heldenplatz – Marie Sidonie Heimels Festspiel «Gott erhalte!» – Kinderhuldigung – Schönbrunn – Rudolf Henz’ Massenfestspiel «St. Michael, führe uns!» – Praterstadion.