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Michelangelo Studien III

Das jüngste Gericht und seine Vorgeschichte

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Michelangelos Jüngstes Gericht war - so ergibt die Analyse der einschlägigen Dokumente - ursprünglich für die Eingangswand der Sixtina, als Pendant eines für die Altarwand bestimmten Engelssturzfreskos geplant. Erst auf Veranlassung des Künstlers selbst, der die Verwirklichung seiner Intentionen durch das Eingangsportal behindert sah, wurde es an die Altarwand gemalt (wo es der Logik der bestehenden Bilderfolgen widerspricht und das Engelsturzfresko hinfällig machte). Dem Engelsturz-Weltgerichtsprojekt gingen vermutlich zwei andere, auf den ikonographischen status quo bezogene Pendantprojekte voraus. Die während der Planungsgeschichte entwickelten bildkünstlerischen Ideen wurden in das Weltgerichtkonzept weitgehend integriert und machen die wichtigsten Besonderheiten des vollendeten Freskos erklärbar.
Aus dem Inhalt: Zur Problematik der gegenwärtigen Plazierung des Freskos - Das Zeugnis der schriftlichen Quellen - Das Engelsturz-Weltge- richt-Projekt - Das endgültige Weltgerichtkonzept - Das mutmassliche Erst- und Zweitprojekt.