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Zwischen Korallenriff und Stacheldraht

Interniert auf Rottnest Island, 1914–1915

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Alexandra Ludewig

Das Buch illustriert anhand zahlreicher Fotos das Leben im Internierungslager auf Rottnest Island (Australien). Dort wurden im Ersten Weltkrieg neben zivilen feindlichen Ausländern aus Deutschland und Österreich-Ungarn auch indigene Strafgefangene von australischen Soldaten und Wachen festgehalten. Dennoch kam es zu seltenen Momenten der Verbrüderung über nationale und ethnische Grenzen hinweg. Die Koexistenz von Männern unterschiedlichster Herkunft und Sozialisation, die oft nicht einmal eine gemeinsame Sprache hatten und doch mitten im Ersten Weltkrieg eine friedliche Gemeinschaft pflegten, mag im Rückblick auf die Geschichte als Inspiration dienen.

«Es bleibt am Ende die Frage offen, in welcher Weise das erzwungene Experiment der gemeinsam ertragenen Internierung, Strafgefangenschaft und des Militär/Zivil-Dienstes auf Rottnest Island den Akteuren der Gegenwart Möglichkeiten aufzeigt, um ein auskömmliches Miteinander von Menschen mit scheinbar unvereinbaren Sozialisations-Hintergründen und konträren Einstellungen zu gewährleisten. Das gesteigerte Interesse an der Spekulation über diese Frage [...] ist der zentrale Gewinn für die Forschung, den die unbedingt zu empfehlende Lektüre dieses Buches erbringt.»
(Henriette von Holleuffer, ZfA 30/2016)