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Kooperative Joint Ventures in der Europäischen Union

Eine Analyse der kartellrechtlichen Entscheidungspraxis der Europäischen Kommission zu kooperativen Gemeinschaftsunternehmen

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Lutz Christian Funke

Kooperative Joint Ventures bieten für vielfältige Projekte internationaler Unternehmenszusammenarbeit den geeigneten Rahmen - ihre Zulässigkeit nach europäischem Kartellrecht ist jedoch unsicher. Dies liegt zum einen an dem komplexen Charakter dieser Gemeinschaftsunternehmen, die gleichzeitig Elemente von Kartellierung und Zusammenschluß aufweisen. Zum anderen läßt die Verwaltungspraxis der Europäischen Kommission keine klare Linie erkennen. Diese Intransparenz der kartellrechtlichen Rahmenbedingungen stellt für die Praxis einen erheblichen Unsicherheitsfaktor bei der Ausgestaltung von Gemeinschaftsunternehmen dar. Im Rahmen einer kritischen Analyse der Entscheidungspraxis der Europäischen Kommission zeigt der Autor auf, unter welchen Voraussetzungen kooperative Joint Ventures unter das Kartellverbot des Art. 85 Abs. 1 EG-Vertrag fallen, und in welchen Fällen eine Freistellung von diesem Kartellverbot nach Art. 85 Abs. 3 EG-Vertrag gerechtfertigt erscheint.
Aus dem Inhalt: Überblick zu den einschlägigen Vorschriften des europäischen Kartellrechts - Abgrenzung der Organisationsform Joint Venture von anderen Formen unternehmerischer Zusammenarbeit - Unternehmerische Motive für Joint Venture-Gründungen - Wirtschaftliche Auswirkungen und wettbewerbsgefährdendes Potential verschiedener Joint Venture-Typen (Vertikal - Horizontal - Allianznetzwerke) - Der wettbewerbstheoretische Kontrollansatz der Europäischen Kommission - Systematische Analyse der Entscheidungspraxis der Europäischen Kommission.