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Der Landschaftsgarten

Natur und Phantasie in der deutschen Literatur des 18. und frühen 19. Jahrhunderts

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Heidi Ebbinghaus

Gegenstand der Arbeit ist die Diskussion des in England entstandenen Landschaftsgartens, die sich in Deutschland nicht nur in fachspezifischen Schriften, sondern auch in einer Vielfalt dichterischer Quellen äußert. Die Darstellung ist mentalitätsgeschichtlich orientiert und betrachtet die Auseinandersetzung mit der neuen Gartenkunst in der Spannung von bürgerlicher Emanzipation und Anpassung. Zeitgenossen empfinden den Paradigmenwechsel vom absolutistisch konnotierten Barockgarten zum freiheitlich wirkenden Landschaftsgarten als revolutionär; Staatstheorie und Gartentheorie werden analog gesehen. Doch darf das Pathos, mit dem angesichts natürlich erscheinender Gärten Freiheit beschworen wird, nicht darüber hinwegtäuschen, daß auch diese Ausdruck einer Herrschaftsform sind, nämlich der des aufgeklärten Absolutismus.
Aus dem Inhalt: Analyse vielfältiger literarischer und fachspezifischer Quellen - Diskussion des englischen Landschaftsgartens im Deutschland des 18. und frühen 19. Jahrhunderts - Zusammenhang mit bürgerlichen Emanzipationsbestrebungen.