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Die DDR und die Juden

Die deutschlandpolitische Instrumentalisierung von Juden und Judentum durch die Partei- und Staatsführung der SBZ/DDR von 1945 bis 1990

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Jutta Illichmann

Der ostdeutsche Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit war durch die «Ausrottung des Faschismus» gekennzeichnet. Anders als die Bundesregierung erkannte die Partei- und Staatsführung der DDR keine besondere Verantwortung für die nationalsozialistischen Verbrechen an den Juden an. Doch auch die DDR konnte sich der Haftung für den Völkermord an den Juden nicht entziehen. Die Thematik «Die DDR und die Juden» wird in dieser Studie erstmals systematisch in einem gesamtdeutschen Kontext untersucht. Es wird die These vertreten, daß die bundesdeutsche Auseinandersetzung mit dem Holocaust ein zentraler Bestimmungsfaktor der Behandlung von Juden und jüdischen Themen durch die Partei- und Staatsführung der DDR war.
Aus dem Inhalt: Der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit: Politische Fragen im Verhältnis von Deutschen und Juden nach 1945 - Stalinistische Ära: Antisemitismus und Antizionismus als Mittel der Politik - Die DDR auf der Suche nach staatlicher Anerkennung: Kampagnenpolitik gegen die Bundesrepublik in den fünfziger und sechziger Jahren - Die Ära Honecker: Eine neue Politik gegenüber den Juden?