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Sucht und ihre soziale Kontrolle durch das geltende Recht

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Michael Holzinger

Die Arbeit unternimmt einen Streifzug durch das geltende Recht, um herauszuarbeiten, wie die Entscheidungsträger der verschiedenen Rechtsgebiete anhand der gesetzlichen Vorgaben mit dem Phänomen der Sucht umgehen. Um begriffliche Klarheit zu schaffen, wird zunächst in einem allgemeinen Teil gezeigt, welche Anforderungen an den Suchtbegriff innerhalb der medizinischen Wissenschaft gestellt werden, welche Arten von Sucht existieren bzw. als Sucht anerkannt werden und welche Auswirkungen die verschiedenen Abhängigkeiten haben können. In den folgenden Kapiteln werden die einzelnen Instrumentarien des geltenden Rechts in Form der Straf-, Arbeits-, Zivil-, Verwaltungs- und Sozialrechts im Umgang mit dem Phänomen Sucht beschrieben und die angewandten Formen sozialer Kontrolle durch die verschiedenen Disziplinen kritisch gewürdigt. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, daß das geltende Recht weitgehend auf Sucht nicht in angemessener Weise reagiert, sondern vielmehr an überkommenen Vorstellungen von Schuld und Verantwortung festhält und sich neuen Lösungen verweigert.
Aus dem Inhalt: Definition und Arten der Suchtkrankheiten - Die Sucht im Strafrecht - Die Sucht im Arbeits- und Zivilrecht - Die Sucht im öffentlichen Recht.