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Das Frauenbild in den Romanen «Stiller» und «Homo faber» von Max Frisch im Lichte der analytischen Psychologie C.G. Jungs

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Chieh Chien

Das Anliegen dieser Untersuchung besteht weniger darin, die Psychologie der Frau im Werk Max Frischs zu veranschaulichen - weil vollständige Eigenschaften als Person, psychische Entwicklung und psychischer Hintergrund der weiblichen Geschöpfe dort fehlen -, als vielmehr die Psychologie des Mannes zu zeigen und darzustellen, wie Frisch und auch Jung das andere Geschlecht betrachten, erfahren, erkennen und analysieren. Im Laufe der Analyse wird die These entwickelt und vertreten, daß die zentrale Problematik der Frischschen Helden gerade in ihrem Nicht-Differenzieren-Können zwischen den in der männlichen Psyche wichtigsten weiblichen Archetypen sowie in dem Lernprozeß der Aus-Differenzierung dieser Archetypen liegt. Die Konfrontation und Integration dieser archetypischen Inhalte werden sich für die Psyche Frischs und die der Protagonisten als bedeutsam erweisen, weil sie Frischs Bild der Frau sowie das Frauenbild seiner Helden bestimmen und die Grundlage aller Änderungsmöglichkeiten ihres Beziehungsmodells bilden.
Aus dem Inhalt: Entwicklungs- und Beziehungsproblematik in der Literatur und in der analytischen Psychologie - Stiller: Existenz- und Frauenproblematik, Das Muttersymbol, Der Mutterkomplex Stillers, Anima-Problematik, Julikas und Stillers Beziehungsmodell - Homo faber: Der Drang zum Schreiben und die Jungsche Konzeption der Synchronizität, Antagonismus des Selbst und der Geschlechter bei Faber, Fabers Regression in das Mutterreich.