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Identitäten im Wandel

Historische Frauenbilder aus den USA

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Elisabeth Stinshoff

Unter welchen Bedingungen entstehen und verändern sich geschlechtliche Identitäten bei Frauen im geschichtlich-sozialen Kontext? Dieser Frage geht die Arbeit am Beispiel autobiographisch vermittelter Lebenssituationen von Amerikanerinnen aus verschiedenen historischen Epochen nach. Der Schwerpunkt liegt auf Erfahrungen, die Frauen an den Frontiers des 19. Jahrhunderts machten. Neben autobiographischen Primärtexten bezieht die Arbeit bereits vorliegende Untersuchungen zum Westen als «weiblichem» Erfahrungsraum sekundäranalytisch ein. Die Studie kommt unter anderem zu folgenden Ergebnissen:
- Geschlechtsidentitäten wurden einerseits durch sozioökonomische Gegebenheiten gebildet und geprägt; die betroffenen Frauen nahmen allerdings auch selbst als Subjekte Einfluß auf diese Prozesse;
- das Pioneering veränderte geschlechtliche Identitäten häufig nur zeitweilig; gleichwohl entwickelten Frauen dabei ein neues Selbstverständnis, das traditionelle Geschlechtergrenzen überschritt.
Aus dem Inhalt: Frauen in der Kolonialzeit - Frauen in der Industriegesellschaft des 19. Jahrhunderts - Frontierfrauen im 19. Jahrhundert - Exkurs: Willa Cather und die Frauenfiguren ihrer Frontierromane.