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Wundertaten und Mission

Dramatische Episoden in Apg 13-14

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Bonaventura Pater Lin

Die Apostelgeschichte des Lukas berichtet in Kap. 13-14 von der ersten Missionsreise, die Paulus zusammen mit Barnabas unternimmt. Sie führt die beiden Wanderprediger vom syrischen Antiochien nach Zypern, nach Kleinasien und wieder an den Ausgangspunkt zurück. Zwei Episoden aus dieser Ereignisfolge fallen durch besondere Farbigkeit auf. Sie weisen zudem eine verwandte Themenstellung auf, die sich ihrerseits wiederum anhand von zwei Hauptachsen durch das gesamte Werk verfolgen läßt. Es handelt sich dabei um die Konfrontation der beiden Missionare mit dem jüdischen Magier Barjesus auf Zypern (Apg 13,4-12) und um den Versuch ihrer Verehrung als heidnische Gottheiten, als Zeus und Hermes, in Lystra (Apg 14,8-20). Diese beiden Erzähleinheiten werden einer eingehenden Exegese unterzogen, die sich einerseits an den Methoden der Erzähltextanalyse orientiert und andererseits viel vergleichendes, religionsgeschichtliches und althistorisches Material beibringt. So entsteht ein lebendiges Bild der urchristlichen Mission, die sich im Spannugsfeld von jüdischem Monotheismus und heidnischem Synkretismus bewegt.
Aus dem Inhalt: Exegese von Apg 13,4-12 (Paulus und der jüdische Magier Barjesus) und Apg 14,8-20 (in Lystra hält eine Menge Paulus und Barnabas für Zeus und Hermes und will ihnen ein kultisches Opfer darbringen) - Begegnung von jüdischem Gottesglauben, heidnischem Polytheismus und urchristlicher Mission - Kampf mit der Magie und Auseinandersetzung mit heidnischer Religiosität - Beitrag zur Debatte um den antiken Synkretismus.